# pyknomorph

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/pyknomorph/
- Schlagwörter: Schwimmen, Talentauswahl
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2022-06-04
- Sprache: de

pyknisch, pyknomorph (pyknic), griech. pyknós „dicht, fest“; untersetzt, dickleibig, Pol der Primärvariante der [Wuchstendenz](https://schwimmlexikon.de/wuchstendenz/) des Körpers nach CONRAD, ähnlich dem endomorphen Körperbautyp nach SHELDON oder dem Pykniker nach KRETSCHMER. Gegenpol: →[leptomorph](https://schwimmlexikon.de/leptomorph/). →[Konstitutionstyp](https://schwimmlexikon.de/6411-2/) →[Metrikindex](https://schwimmlexikon.de/metrikindex/)

Die stämmigen, korpulenten und relativ kurzgliedrigen pyknomorphen Jungen sind sowohl im [Wachstum](https://schwimmlexikon.de/wachstum/) als auch in der sexuellen [Reifung](https://schwimmlexikon.de/reifung/) zumeist [Frühentwickler](https://schwimmlexikon.de/fruehentwicklung/) (Wagner et al. 2006). Schwimmer zeichnen sich durch einen tendenziell leptomorph - [hyperplastischen](https://schwimmlexikon.de/hyperplastisch/) Körperbau aus. Aber auch hier gibt es beträchtliche Unterschiede innerhalb der Schwimmer/innen. So sind diese Tendenzen bei Kraul - [Sprintern](https://schwimmlexikon.de/sprinter/) teilweise noch ausgeprägter, während [Brustschwimmer](https://schwimmlexikon.de/brustschwimmen/) mehr dem metromorphen (zwischen pykno- und leptomorph), teilweise sogar pyknomorphen Typ entsprechen können (Rudolph, 2004).

Exkurs: "Es wäre ein volliges Missverstehen, glaubte man, die Typen solIten etwa drei groBe Topfeoder Facher darstellen, in die nun die gesamte, riesige Variabilitat der menschlichen Formen hineingepreBt werden solI. Ein "Typus" bedeutet in diesem Sinne nicht eine bestimmte "species", einer Tierart vergleichbar, sondern ein Bundel von bestimmten miteinander korrelierten Wachstumsprinzipien, die, neben anderen,bei der Entstehung der Form wirksam waren. Das gleiche gilt naturlich auch von den [charakter](https://schwimmlexikon.de/charakter/) ologischen Strukturtypen." (Conrad, K. 1963. Der Konstitutionstypus, Springer, S.15)
"Es lassen sich nur gewisse Konstitutionen fettmästen, und das sind eben die Pyknomorphen und Hyperplastiker" (Conrad, 1963)

## Quellen

- Conrad, K. (1963). Der Konstitutionstypus. Berlin: Springer 1963
- Wagner, Möller, Venter & Horstmann (2006). Entwicklungsunterschiede bei heranwachsenden Sportler - Rückstufung jugendlicher Fußballspieler. Dtsch Z Sportmed 57, 45-50

## Verwandte Begriffe

- [Wuchstendenz](https://schwimmlexikon.de/wuchstendenz/)
- [leptomorph](https://schwimmlexikon.de/leptomorph/)
- [Konstitutionstyp](https://schwimmlexikon.de/6411-2/)
- [Metrikindex](https://schwimmlexikon.de/metrikindex/)
- [Wachstum](https://schwimmlexikon.de/wachstum/)
- [Reifung](https://schwimmlexikon.de/reifung/)
- [Frühentwicklung](https://schwimmlexikon.de/fruehentwicklung/)
- [hyperplastisch](https://schwimmlexikon.de/hyperplastisch/)
- [Sollgewicht](https://schwimmlexikon.de/sollgewicht/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2022). pyknomorph. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/pyknomorph/ (abgerufen am 30. Oktober 2026).
