# Randomisation

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/randomisation/
- Englisch: randomization
- Schlagwörter: Forschung, Statistik
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2022-10-14
- Sprache: de

Randomisation (randomization), Begriff aus dem Englischen (random = wahllos, willkürlich), in der [Statistik](https://schwimmlexikon.de/statistik/) für die Auswahl einer zufälligen Gruppe aus einer Gesamtheit (Zufallsauswahl). →[Gütekriterien](https://schwimmlexikon.de/guetekriterien/)

Die randomisierte kontrollierte Studie (RCT) zählt für [experiment](https://schwimmlexikon.de/experiment/) elle Studien als "Goldstandard" eines Studiendesigns. Dabei wird unter "kontrolliert" der Einsatz von [Experimental](https://schwimmlexikon.de/experimentalgruppe/)- und [Kontrollgruppen](https://schwimmlexikon.de/kontrollgruppe/) verstanden.  Wissen sowohl der Proband selbst als auch die Versuchsleiter nicht, wer zu einer dieser Gruppen gehört, dann spricht man von doppelt verblindeter Studie.

Zweck der Randomisierung ist

 	1. die Einflussnahme des Untersuchers (Befangenheit) auf die Zuordnung einer Behandlung und dadurch auf die Studienergebnisse auszuschließen und

 	2. die gleichmäßige Verteilung von bekannten und nicht bekannten Einflussfaktoren auf alle Gruppen sicherzustellen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Randomisierte_kontrollierte_Studie](https://de.wikipedia.org/wiki/Randomisierte_kontrollierte_Studie) - Zugriff 14.10.22).

Beispiel: Eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie untersuchte 25 US-amerikanische Profi-Footballspieler während eines 28-tägigen [Kraft](https://schwimmlexikon.de/krafttraining/)- und [Koordinationstrainings](https://schwimmlexikon.de/koordinationstraining/). Diejenigen Athleten, die 15 g [Kreatin](https://schwimmlexikon.de/kreatin/) täglich erhielten, wiesen signifikant bessere Ergebnisse für das [Bankdrücken](https://schwimmlexikon.de/bankdruecken/) sowie den totalen [Arbeitsumsatz](https://schwimmlexikon.de/arbeisumsatz/) im Rahmen von 6-Sekunden[sprints](https://schwimmlexikon.de/sprintschnelligkeit/) im Vergleich zu den Teilnehmern auf, welche Placebo erhielten (Kreider et al. Effects of creatine supplementation on body composition, strength, and sprint performance. Med Sci Sports Exerc 30 (1998) 73-82.).

In manchen Fällen muss aus ethischen Gründen (z. B. Unzumutbarkeit einer Placebo-Behandlung bei schwerer Erkrankung) auf eine Randomisierung verzichtet werden. Das trifft auch auf den Sport zu, wenn ein Verfahren mit hoher Wahrscheinlichkeit zu sportlicher Leistungseinbuße bis zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Deshalb ist der Leistungssport mangels Kontrollgruppen oft auf Fallbeispiele (Meisterlehren) angewiesen.

## Verwandte Begriffe

- [Statistik](https://schwimmlexikon.de/statistik/)
- [Gütekriterien](https://schwimmlexikon.de/guetekriterien/)
- [Experiment](https://schwimmlexikon.de/experiment/)
- [Experimentalgruppe](https://schwimmlexikon.de/experimentalgruppe/)
- [Kontrollgruppe](https://schwimmlexikon.de/kontrollgruppe/)
- [Krafttraining](https://schwimmlexikon.de/krafttraining/)
- [Koordinationstraining](https://schwimmlexikon.de/koordinationstraining/)
- [Kreatin](https://schwimmlexikon.de/kreatin/)
- [Hochvolumiges Training (HVT)](https://schwimmlexikon.de/hochvolumiges-training/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2022). Randomisation. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/randomisation/ (abgerufen am 30. Oktober 2026).
