# Schnelligkeitsbarriere

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/schnelligkeitsbarriere/
- Schlagwörter: Methode, Motorik, Schnelligkeit, Training
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-07-24
- Sprache: de

Schnelligkeitsbariere (speed-barrier), Sachverhalt, bei dem durch zu häufige Wiederholung in submaximalem Tempo das betreffende Erregungsmuster im [Zentralnervensystem](https://schwimmlexikon.de/zentralnervensystem/) so gefestigt wird, dass [Schnelligkeit](https://schwimmlexikon.de/9270-2/) in ihren zeitlichen, räumlichen und frequenzmäßigen Komponenten der Bewegung stagniert.

Im [Training](https://schwimmlexikon.de/training/) eine Schranke in der Entwicklung der Schnelligkeit im Sinne eines [Deckeneffektes](https://schwimmlexikon.de/deckeneffekt/), indem sich räumlich-zeitliche [Parameter](https://schwimmlexikon.de/parameter/) wie die [Zugfrequenz](https://schwimmlexikon.de/zugfrequenz/) zu stark verfestigt haben (→[Stereotyp, motorischer](https://schwimmlexikon.de/stereotyp-dynamisch-motorischer/)). In dieser Situation sollte für Schwimmer einerseits die [Schnellkraft](https://schwimmlexikon.de/schnellkraft/) an Land wieder auf ein höheres Niveau gebracht werden, zum anderen sind durch veränderte äußere Bedingungen „Zwangssituationen“ zu schaffen, die motorisch neue Anforderungen stellen. Aus der Leichtathletik ist bekannt, dass im Training Beschleunigungswerte bezogen auf die maximal erreichbaren Wettkampfwerte durchschnittlich nur zu 97,6 % und die absolute Schnelligkeit durchschnittlich nur zu 93,4 % (!) erreicht werden! (Gundlach: Sprint -Lauf-Gehen, Berlin 1991, S. 29).

Im Schwimmen ist eine einfache Variante Schwimmen mit und ohne [Widerstand](https://schwimmlexikon.de/widerstand/) (kontrastives Training), z.B. Schwimmen in Richtung eines ausgezogenen Gummiseils. Ideal ist der Wechsel vom Schwimmen gegen höhere Geschwindigkeiten in der [Gegenstromanlage](https://schwimmlexikon.de/gegenstromanlage/) zum [Becken](https://schwimmlexikon.de/schwimmbecken/). Der Strömungskanal bietet den Vorteil, dass sich der Schwimmer mit [Geschwindigkeiten](https://schwimmlexikon.de/schwimmgeschwindigkeit/) auseinandersetzen muss, die er im [Wettkampf](https://schwimmlexikon.de/wettkampf/) erst einmal anstrebt (→[Prognoseschwimmen](https://schwimmlexikon.de/prognoseschwimmen/)).

## Verwandte Begriffe

- [Zentralnervensystem](https://schwimmlexikon.de/zentralnervensystem/)
- [Schnelligkeit](https://schwimmlexikon.de/9270-2/)
- [Training](https://schwimmlexikon.de/training/)
- [Deckeneffekt](https://schwimmlexikon.de/deckeneffekt/)
- [Parameter](https://schwimmlexikon.de/parameter/)
- [Zugfrequenz](https://schwimmlexikon.de/zugfrequenz/)
- [Stereotyp, dynamisch-motorischer](https://schwimmlexikon.de/stereotyp-dynamisch-motorischer/)
- [Schnellkraft](https://schwimmlexikon.de/schnellkraft/)
- [Sprint-assisted-Training](https://schwimmlexikon.de/sprint-assisted-training/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Schnelligkeitsbarriere. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/schnelligkeitsbarriere/ (abgerufen am 4. November 2026).
