# Schweiß

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/schweiss/
- Englisch: sweat, transpiration
- Schlagwörter: Belastungsintensität, Physiologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-07-25
- Sprache: de

Schweiß (sweat, transpiration), griech. hydros „Schwitzen“; Flüssigkeit der Schweißdrüsen, die zu 99% [Wasser](https://schwimmlexikon.de/wasser/), dazu Kochsalz und [Harnstoff](https://schwimmlexikon.de/harnstoff/) enthält. [Schwitzen](https://schwimmlexikon.de/schwitzen/) ist als Kühlsystem des Körpers eine Folge körperlicher [Belastungen](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/).  Bei mittlerer Belastung verliert der Körper etwa 0,5-1 Liter Schweiß pro Stunde. Beim Hawai Ironman haben Triathleten bis zu 27 Liter Schweiß ausgeschieden. Kinder und Jugendliche haben eine geringere Schweißrate. Folglich steigt ihre [Körpertemperatur](https://schwimmlexikon.de/koerpertemperatur/) schneller an.

Da Wärme- und Kältesensoren der Haut den entscheidenden Reiz an den [Hypothalamus](https://schwimmlexikon.de/hypothalamus/) weitergeben, wird beim Schwimmtraining „gefühlt“ weniger „geschwitzt“. Hier ist sogar durch längeren Aufenthalt in kaltem Wasser (z.B. in der [Anfängerausbildung](https://schwimmlexikon.de/anfaengerausbildung/) bei [Bewegungsmangel](https://schwimmlexikon.de/bewegungsmangel/)) eine Unterkühlung ([Hypothermie](https://schwimmlexikon.de/hypothermie/)) möglich. Es ist aber ein Trugschluss, beim Schwimmen würden kaum Flüssigkeitsverluste auftreten, Neuere Untersuchungen belegen, dass der Verlust von Körperflüssigkeit beim Schwimmen erheblich ist, und kommen zu folgenden Ergebnissen:

 	Die abgegebene Schweißmenge steigt in Abhängigkeit von der [Wassertemperatur](https://schwimmlexikon.de/wassertemperatur/) deutlich an.
 	Die absolute Schweißabgabe ist bei gleicher Belastung bei Frauen niedriger als bei Männern.
 	Zusätzliche Flüssigkeitsverluste entstehen durch die erhöhte Urinproduktion im Wasser (GAUER/ HENRY-Reflex) sowie durch das Nachschwitzen nach dem Training ([Flüssigkeitshaushalt](https://schwimmlexikon.de/fluessigkeitshaushalt/)).

Der Schwimmer sollte gerade nach dem Schwimmtraining oder dem [Wettkampf](https://schwimmlexikon.de/wettkampf/) bei höheren Wassertemperaturen den Flüssigkeitsverlust wieder ausgleichen. Nach jedem Schwimmtraining sollte das [Körpergewicht](https://schwimmlexikon.de/koerpergewicht/) kontrolliert werden (Richter, 1987). Bei sportlicher Belastung an Land ([Landtraining](https://schwimmlexikon.de/landtraining/)) beeinflusst neben der [Belastungsintensität](https://schwimmlexikon.de/belastungsintensitaet/) noch die Luftfeuchtigkeit die Schweißbildung. Die Produktion von Schweiß ist kein Indikator für die Effektivität des Trainings, da sie von zu vielen äußeren Faktoren, der [Veranlagung](https://schwimmlexikon.de/veranlagung/) und der [Trainingsmethodik](https://schwimmlexikon.de/trainingsmethode/) abhängt (Bolz, 2006).
„Schweiß sind die Tränen der Muskeln“ Jens Gabriel

 

## Quellen

- Bolz, M. (2006). Trainingsmärchen und Fitnesslügen. München: Südwest
- Richter, J. (1987). Schwitzen beim Schwimmen. Triathlon International, Sonderheft, S. 46-47

## Verwandte Begriffe

- [Wasser](https://schwimmlexikon.de/wasser/)
- [Harnstoff](https://schwimmlexikon.de/harnstoff/)
- [Schwitzen](https://schwimmlexikon.de/schwitzen/)
- [Trainingsbelastung](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/)
- [Körpertemperatur](https://schwimmlexikon.de/koerpertemperatur/)
- [Hypothalamus](https://schwimmlexikon.de/hypothalamus/)
- [Anfängerausbildung](https://schwimmlexikon.de/anfaengerausbildung/)
- [Bewegungsmangel](https://schwimmlexikon.de/bewegungsmangel/)
- [Affekt](https://schwimmlexikon.de/affekt/)
- [Bewusstlosigkeit](https://schwimmlexikon.de/bewusstlosigkeit/)
- [Blutplasma](https://schwimmlexikon.de/blutplasma/)
- [Chlorid](https://schwimmlexikon.de/chlorid/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Schweiß. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/schweiss/ (abgerufen am 28. Oktober 2026).
