# Self-Tracking

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/self-tracking/
- Schlagwörter: Diagnose, Physiologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2024-10-26
- Sprache: de

Self-Tracking („Selbstvermessung“ oder „Das vermessene Ich“), beim Self-Tracking wird der eigene [Körper](https://schwimmlexikon.de/koerper/) zur Datenquelle, indem solche Werte wie [Puls](https://schwimmlexikon.de/puls/), [Schrittzahl](https://schwimmlexikon.de/zyklusfrequenz/), [Kalorienverbrauch](https://schwimmlexikon.de/kalorienbedarf/) bis zu [Schlaf](https://schwimmlexikon.de/schlaf/) verhalten durch Kleingeräte ([Wearables](https://schwimmlexikon.de/wearables/), Smartwatches) erfasst, an Smartphone, Laptop oder PC übertragen und mit speziellen [Apps](https://schwimmlexikon.de/apps/) (Self-Tracking-Programms) ausgewertet werden. Krankenkassen werben damit, dass durch Self-Tracking. die [Gesundheit](https://schwimmlexikon.de/gesundheit/) gefördert und [Krankheiten](https://schwimmlexikon.de/krankheit/) vorgebeugt werde. Andererseits besteht die Gefahr, dass sich die Nutzer auf Kosten des [Körpergefühls](https://schwimmlexikon.de/koerperbewusstsein/) und der [Selbsteinschätzung](https://schwimmlexikon.de/selbsteinschaetzung/) immer mehr ausschließlich auf Zahlen orientieren („Zahlensekte“) und zugleich für Krankenkassen, Firmen bis zu Kriminellen (Bewegungsprofile) „gläsern“ werden, zumal wenn die Daten auch noch in das Internet (Clouds) gestellt werden. Es sollte auch bedacht werden, dass bei einer Krankheit meist viele verschiedene Faktoren zusammenfließen, auch solche, die beim Self-Tracking nicht erfasst werden. Fehldiagnosen bis zur Hysterie sind vorprogrammiert. Ein differenzierterer Umgang mit Wearable Technologien ist wünschenswert, man hat die Wahl zwischen Fluch und Segen.

Exkurs: Eine Studie der Stanford-Universität ergab, wer ständig im Büro unterwegs ist, tut mehr für seine Gesundheit als jene, die tagsüber lange sitzen und danach ihr Fitness-Programm abarbeiten. Zudem konnten die Teilnehmer schlecht einschätzen, wie viel sie sich wirklich bewegt hatten. Der zahlenhörige Optimierungswahn ersetzt das Bauchgefühl. (Schmundt, H.: Falsch vermessen, SPIEGEL 3/17, S.107)

## Verwandte Begriffe

- [Körper](https://schwimmlexikon.de/koerper/)
- [Puls](https://schwimmlexikon.de/puls/)
- [Zyklusfrequenz](https://schwimmlexikon.de/zyklusfrequenz/)
- [Kalorienbedarf](https://schwimmlexikon.de/kalorienbedarf/)
- [Schlaf](https://schwimmlexikon.de/schlaf/)
- [Wearables](https://schwimmlexikon.de/wearables/)
- [Apps](https://schwimmlexikon.de/apps/)
- [Gesundheit](https://schwimmlexikon.de/gesundheit/)
- [Selbstvermessung](https://schwimmlexikon.de/selbstvermessung/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2024). Self-Tracking. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/self-tracking/ (abgerufen am 24. Oktober 2026).
