# Skullen

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/skullen/
- Englisch: scull
- Schlagwörter: Schwimmen, Technik, Übung
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2024-09-11
- Sprache: de

Skullen (scull), rudern, paddeln; Skull ist ein Vortriebsmittel im Rudern. Der Begriff wurde in das [Schwimmen ](https://schwimmlexikon.de/schwimmen/) (skullen = rudern, paddeln) für [Arm](https://schwimmlexikon.de/armbewegung/)- und [Beinbewegungen](https://schwimmlexikon.de/beinbewegung/) übernommen, bei denen Bewegungen quer zur Schwimmrichtung dominieren. Entsprechend der [Raumbahnen](https://schwimmlexikon.de/raumbahn/) von Hand- oder Fußgelenk sind Aufwärts-Abwärts- und Einwärts-Auswärts-Anteile (Hand: Outsweep, [Supination](https://schwimmlexikon.de/supination/), Insweep und [Pronation](https://schwimmlexikon.de/pronation/)) kennzeichnend. Bei der senkrecht zur Anströmrichtung wirkenden [Vortriebskraft](https://schwimmlexikon.de/vortrieb/) wird auch von [Liftkraft](https://schwimmlexikon.de/liftkraft/) gesprochen. Zunächst hatte Counsilmann (1968) dieses kurvige Armzugmuster bei Topschwimmern beobachtet und durch das [Bernoullische Gesetz](https://schwimmlexikon.de/bernoulli-prinzip/) erklärt. Durch mathematische Modellierung wird diese Erklärung für überflüssig gehalten und ein erheblicher ökonomischer Vorteil des kurvigen Armzuges in der Verringerung der [Frequenz](https://schwimmlexikon.de/frequenz/)(= längerer [Zyklusweg](https://schwimmlexikon.de/zyklusweg-sz/)) gesehen. Dieses Zugmuster nutzten besonders Mittel- und [Langstreckler](https://schwimmlexikon.de/langstreckenschwimmer/), während die für den [Sprinter](https://schwimmlexikon.de/sprinter/) notwendige maximale Vortriebsleistung besser mit geradlinigem Zug erreicht wird (Walzer & Strass, 1999). Skullen, z.B. fuß- oder kopfwärts zur Verbesserung des [Wassergefühls](https://schwimmlexikon.de/wassergefuehl/), sollte bei [Technikübungen](https://schwimmlexikon.de/technikuebungen/) nicht fehlen. →[Paddelübungen](https://schwimmlexikon.de/paddeluebungen/)

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Technikanteile und zugeordnete Etiketten der vier Schwimmarten (nach Reischle, 2000, S.98)

## Quellen

- Reischle, K. (2000). Schwimmen – Bewegungen lernen, Trainieren, Spielen. Frankfurt/M: Diesterweg/Sauerländer
- Walzer & Strass (1999). Die Vorteile des kurvigen Zugmusters gegenüber der geradlinigen Armbewegung beim Schwimmen. Leistungssport 1/45-50

## Verwandte Begriffe

- [Schwimmen](https://schwimmlexikon.de/schwimmen/)
- [Armbewegung](https://schwimmlexikon.de/armbewegung/)
- [Beinbewegung](https://schwimmlexikon.de/beinbewegung/)
- [Raumbahn](https://schwimmlexikon.de/raumbahn/)
- [Supination](https://schwimmlexikon.de/supination/)
- [Pronation](https://schwimmlexikon.de/pronation/)
- [Vortrieb](https://schwimmlexikon.de/vortrieb/)
- [Liftkraft](https://schwimmlexikon.de/liftkraft/)
- [Anstellwinkel](https://schwimmlexikon.de/anstellwinkel/)
- [Paddelübungen](https://schwimmlexikon.de/paddeluebungen/)
- [Teilbewegung](https://schwimmlexikon.de/teilbewegung/)
- [Zugphase](https://schwimmlexikon.de/zugphase/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2024). Skullen. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/skullen/ (abgerufen am 13. Oktober 2026).
