# Starttraining

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/starttraining/
- Schlagwörter: Biomechanik, Leistungsdiagnostik, Norm, Start, Technik, Training
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-08-01
- Sprache: de

Starttraining (starttraining), Erarbeiten der [technischen Abläufe](https://schwimmlexikon.de/technik-sportliche/) und der [konditionellen Voraussetzungen](https://schwimmlexikon.de/kondition/) für einen optimalen [Start](https://schwimmlexikon.de/start/) bei [Wettkämpfen](https://schwimmlexikon.de/wettkampf/) unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedingungen ([Becken](https://schwimmlexikon.de/10687-2/), →[Freiwasser](https://schwimmlexikon.de/freiwasserschwimmen/), →[Behinderte](https://schwimmlexikon.de/behindertenschwimmen/)). Besonders für [Sprinter](https://schwimmlexikon.de/sprinter/) ist das Niveau des Starts leistungsbestimmend, da es eine hohe [Anfangsgeschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/anfangsgeschwindigkeit/) sichert. Deshalb sollten größere Zeiträume für [Messplatztraining](https://schwimmlexikon.de/messplatztraining/) eingeräumt werden. Das „nun macht noch mal 10 Starts“, weil zu Ende des Trainings noch etwas „Luft“ ist, reicht für eine qualitative Verbesserung der Starttechnik nicht aus. Es existieren verschiedene methodische Varianten zur Ausführung eines schnellen [Startsprunges](https://schwimmlexikon.de/startsprung/). Im Sinne einer vielseitigen Ausbildung sollten alle Startvarianten ausprobiert und erst im späteren Stadium des [langfristigen Leistungsaufbaus](https://schwimmlexikon.de/leistungsaufbau-langfristiger/) entsprechend der körperlichen und konditionellen Voraussetzungen (hier besonders wichtig: [Sprungkraft](https://schwimmlexikon.de/sprungkraft/), [Rumpfkraft](https://schwimmlexikon.de/rumpfkraft/), [Beweglichkeit](https://schwimmlexikon.de/beweglichkeit/) in [Fuß](https://schwimmlexikon.de/fussbeweglichkeit/)- und [Hüftgelenken](https://schwimmlexikon.de/hueftgelenk/)) eine Variante bevorzugt werden. Für die Vermittlung des Startsprunges ist es wichtig, auf die Besonderheiten der azyklischen Bewegungen einzugehen. Hierbei sollte vor allem auf einmalige, maximal schnellkräftige Bewegungen ([Schnellkraft](https://schwimmlexikon.de/schnellkraft/)) mit ausreichender [Erholung](https://schwimmlexikon.de/erholungspause/) wert gelegt werden. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass ausreichend Zeit zur Festigung und [Stabilisierung](https://schwimmlexikon.de/stabilisierung/) der Bewegung bzw. bei Bewegungsänderungen eingeplant wird. Für das Erlernen der Startbewegung lässt sich die komplexe Bewegung auch gut in [Teilbewegungen](https://schwimmlexikon.de/teilbewegung/) untergliedern. Zur Kräftigung werden bevorzugt [Vertikalsprünge](https://schwimmlexikon.de/vertikalsptung/) durchgeführt. Eine Studie (Rebutini et al. 2016) zeigte, dass [plyometrisches](https://schwimmlexikon.de/krafttraining-plyometrisches/) Weitsprungtraining die [horizontale Startgeschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/absprunggeschwindigkeit/)(16%), die horizontale Geschwindigkeit beim Wassereintritt (22%) und die Spitzenwinkelgeschwindigkeit für das Knie (15%) und die Hüftgelenke (16%) signifikant verbesserte, weshalb die Autoren auch das Weitsprungtraining empfehlen.

Für die einzelnen Phasen des Startabschnittes werden im [Rahmentrainingsplan](https://schwimmlexikon.de/rahmentrainingsplan-rtp/) [HLT](https://schwimmlexikon.de/hochleistungstraining-hlt/) des DSV Orientierungswerte vorgegeben, die aus den [Wettkampfanalysen](https://schwimmlexikon.de/wettkampfanalyse/) internationaler Wettkampfhöhepunkte abgeleitet wurden. Dabei sind immer die individuellen Gegebenheiten (→[Körperbau](https://schwimmlexikon.de/koerperbau/), Niveau der →[konditionellen Fähigkeiten](https://schwimmlexikon.de/faehigkeit-konditionelle/), Wettkampfstrecke usw.) zu beachten.

Für die gewählten Einschätzungskriterien gilt:

0sehr gut        =         Bereich der Spitzenwerte der weltbesten Schwimmer/innen in der Disziplin

gut                   =         Bereich eines Mittelwertes der weltbesten Schwimmer/innen in der Disziplin

schwach        =         deutlich schlechter als der Mittelwert in der Weltspitze

 

 

## Quellen

- Rebutini, Pereira, Bohrer, Ugrinowitsch & Rodacki (2016). Plyometric long jump training with progressive loading improves kinetic and kinematic swimming start parameters. J. Strength Cond. Res. 30(9), 2392–2398,

## Verwandte Begriffe

- [Technik, sportliche](https://schwimmlexikon.de/technik-sportliche/)
- [Kondition](https://schwimmlexikon.de/kondition/)
- [Start](https://schwimmlexikon.de/start/)
- [Wettkampf](https://schwimmlexikon.de/wettkampf/)
- [Freiwasserschwimmen](https://schwimmlexikon.de/freiwasserschwimmen/)
- [Behindertenschwimmen](https://schwimmlexikon.de/behindertenschwimmen/)
- [Sprinter](https://schwimmlexikon.de/sprinter/)
- [Anfangsgeschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/anfangsgeschwindigkeit/)
- [Counter-Movement-Jump](https://schwimmlexikon.de/counter-movement-jump/)
- [Schnelligkeitstraining](https://schwimmlexikon.de/schnelligkeitstraining/)
- [Trainingsprotokoll](https://schwimmlexikon.de/trainingsprotokoll/)
- [Kurzstreckentraining](https://schwimmlexikon.de/kurzstreckentraining/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Starttraining. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/starttraining/ (abgerufen am 22. Oktober 2026).
