# Stehvermögentraining

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/stehvermoegentraining/
- Englisch: speed endurance training
- Schlagwörter: Ausdauertraining, Trainingsbereiche, Wettkampf
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-08-01
- Sprache: de

„Stehvermögentraining“ (speed endurance training), Methode des [wettkampfspezifischen Ausdauer](https://schwimmlexikon.de/ausdauer-wettkampfspezifische/) trainings mit wiederholten [Belastungen](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/) im Bereich der [Wettkampfgeschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/wettkampfgeschwindigkeit/), zumindest der zweiten [Teilstrecke](https://schwimmlexikon.de/teilstrecke/). →[Schnelligkeitsausdauer](https://schwimmlexikon.de/schnelligkeitsausdauer-sa/)

Beispiel: Wettkampfzeit 200F 1:50,0 min, dann 1. Teilstrecke 0:53,70 min, 2. Teilstrecke 0:56,30 min, = 4 x 56,3 min mit Pausen von 5-8 min). Der Vergleich der Zeiten von erster zu zweiter Wettkampfhälfte wird auch als Stehvermögenfaktor bezeichnet.

Ziel ist, durch die [unvollständige Erholung](https://schwimmlexikon.de/pause-lohnende/) [Laktat zu akkumulieren](https://schwimmlexikon.de/laktatakkumulation/) und damit die [anaerob-laktazide Energiebereitstellung](https://schwimmlexikon.de/energiebereitstellung-anaerob-alaktazide/) sowie die [Laktateliminierung](https://schwimmlexikon.de/laktateliminierung/) zu verbessern ([Laktattoleranztraining](https://schwimmlexikon.de/laktattoleranztraining/)). Diese Trainingsform ist mit Vorsicht zu genießen, da die hohe (zumeist über dem [Wettkampf](https://schwimmlexikon.de/wettkampf/) liegende) [Azidose](https://schwimmlexikon.de/azidose/) die [Mitochondrien](https://schwimmlexikon.de/mitochondrion/) schädigen und den Enzymzyklus (→[Enzym](https://schwimmlexikon.de/enzyme/)) beeinträchtigen kann (was unter Molekularbiologen umstritten ist). Besonders unmittelbar vor Wettkämpfen sollte wegen der muskulären [Ermüdung](https://schwimmlexikon.de/ermuedung/), der langen Erholungszeit und des gestörten [Wassergefühls](https://schwimmlexikon.de/wassergefuehl/) darauf verzichtet werden. Der Wert des Stehvermögentrainings ist durch die „Verschiebung der Schmerzgrenze“ ([Grenzbelastung](https://schwimmlexikon.de/grenzbelastung/)) vor allem psychischer Natur. →[Wille](https://schwimmlexikon.de/wille/), →[Leistungsbereitschaft](https://schwimmlexikon.de/leistungsbereitschaft/)

## Verwandte Begriffe

- [Ausdauer, wettkampfspezifische](https://schwimmlexikon.de/ausdauer-wettkampfspezifische/)
- [Trainingsbelastung](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/)
- [Wettkampfgeschwindigkeit](https://schwimmlexikon.de/wettkampfgeschwindigkeit/)
- [Teilstrecke](https://schwimmlexikon.de/teilstrecke/)
- [Schnelligkeitsausdauer (SA)](https://schwimmlexikon.de/schnelligkeitsausdauer-sa/)
- [Pause, lohnende](https://schwimmlexikon.de/pause-lohnende/)
- [Laktatakkumulation](https://schwimmlexikon.de/laktatakkumulation/)
- [Energiebereitstellung, anaerob-alaktazide](https://schwimmlexikon.de/energiebereitstellung-anaerob-alaktazide/)
- [Ausdauer, anaerobe](https://schwimmlexikon.de/ausdauer-anaerobe-2/)
- [Azidose](https://schwimmlexikon.de/azidose/)
- [Belastungszone](https://schwimmlexikon.de/belastungszone/)
- [Grundlagenausdauer, aerob-anaerobe (GAII)](https://schwimmlexikon.de/grundlagenausdauer-aerob-anaerobe-gaii/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Stehvermögentraining. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/stehvermoegentraining/ (abgerufen am 25. Oktober 2026).
