# Thermoregulation

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/thermoregulation/
- Schlagwörter: Physiologie
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-08-06
- Sprache: de

Thermoregulation (thermoregulation), griech. thermos „warm, heiß, hitzig“; Regelvorgänge, die bei veränderten [Umfeldbedingungen,](https://schwimmlexikon.de/umfeld/) die Kerntemperatur gleich halten (beim Menschen 37° C) und den [Organismus](https://schwimmlexikon.de/organismus/) so von der Außenwelt relativ unabhängig machen.

Durch [sportliche Belastungen](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/) produziert die [Muskulatur](https://schwimmlexikon.de/muskel/) Wärme, da nur etwa ein Viertel der [Energie](https://schwimmlexikon.de/energie/) in mechanische [Leistung](https://schwimmlexikon.de/leistung/) umgesetzt wird. So sind Temperaturanstiege im Sport bis auf 41°C bekannt und noch nicht gesundheitsgefährdend. Der Organismus versucht durch Wärmeleitung, Wärmetransport, Wärmestrahlung und Verdunstung Wärme abzugeben, 70-80% allein durch [Schwitzen](https://schwimmlexikon.de/schwitzen/)(→[Schweiß](https://schwimmlexikon.de/schweiss/)). Im [Wasser](https://schwimmlexikon.de/wasser/) wird bis 200mal mehr Wärme abgegeben als in der Luft. Hier besteht also eher die Gefahr der [Unterkühlung](https://schwimmlexikon.de/unterkuehlung/), die zunächst durch Steigerung des [Energieumsatzes](https://schwimmlexikon.de/energieumsatz/) (Erhöhung [Muskeltonus](https://schwimmlexikon.de/muskeltonus/), bis Kältezittern) reguliert wird. Die Thermoneutralität für den Menschen liegt im Wasser bei 34,5°C, wo zumindest theoretisch eine Balance zwischen Abkühlung und Erwärmung angenommen wird, was individuell davon abweichend empfunden wird. Der Bereich von 32 – 35°C (Indifferenztemperatur) kann als „Behaglichkeitszone“ bezeichnet werden. Das ist auch die günstigste [Wassertemperatur](https://schwimmlexikon.de/wassertemperatur/) für gesundheitssportliche Aktivitäten. Da beim älteren [Masterschwimmer](https://schwimmlexikon.de/masterschwimmen/) das Verhältnis von [Körperoberfläche](https://schwimmlexikon.de/koerperoberflaeche-bsa/) zu [Körpervolumen](https://schwimmlexikon.de/koerpervolumen/) (→[Dichte](https://schwimmlexikon.de/dichte/)) etwa doppelt so groß ist wie bei jüngeren Schwimmern, kühlen vor allem Masters mit geringem Unterhautfettgewebe schnell aus. Dadurch ist bei längerem Wasseraufenthalt das Erlernen neuer [Bewegungsabläufe](https://schwimmlexikon.de/bewegungsablauf/) problematisch (Strass & Wilke, 2006). →[Körpertemperatur](https://schwimmlexikon.de/koerpertemperatur/), →[Hitze](https://schwimmlexikon.de/hitze/), →[Hitzschlag](https://schwimmlexikon.de/hitzschlag/), →[Hitzekollaps](https://schwimmlexikon.de/hitzekollaps/)

 

## Quellen

- Strass & Wilke (2006)

## Verwandte Begriffe

- [Umfeld](https://schwimmlexikon.de/umfeld/)
- [Organismus](https://schwimmlexikon.de/organismus/)
- [Trainingsbelastung](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/)
- [Muskel](https://schwimmlexikon.de/muskel/)
- [Energie](https://schwimmlexikon.de/energie/)
- [Leistung](https://schwimmlexikon.de/leistung/)
- [Schwitzen](https://schwimmlexikon.de/schwitzen/)
- [Schweiß](https://schwimmlexikon.de/schweiss/)
- [Abhärtung](https://schwimmlexikon.de/abhaertung/)
- [Blutplasma](https://schwimmlexikon.de/blutplasma/)
- [Desmopressin](https://schwimmlexikon.de/desmopressin/)
- [haptisch](https://schwimmlexikon.de/haptisch/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Thermoregulation. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/thermoregulation/ (abgerufen am 12. Oktober 2026).
