# Trainingsgruppe

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/trainingsgruppe/
- Englisch: training group, team
- Schlagwörter: Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Training, Trainingsorganisation
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-08-07
- Sprache: de

Trainingsgruppe (training group, team), begrenzte Anzahl von [Sportlern](https://schwimmlexikon.de/sportler/), die regelmäßig nach einem (weitgehend) gemeinsamen [Trainingsprogramm](https://schwimmlexikon.de/trainingsprogramm/) trainieren und durch gemeinsame [Interessen](https://schwimmlexikon.de/interesse/) und [Ziele](https://schwimmlexikon.de/ziel/) verbunden sind. Im Interesse eines effektiven [Lernens](https://schwimmlexikon.de/lernen/) sollte die Trainingsgruppe im [Nachwuchsbereich](https://schwimmlexikon.de/nachwuchstraining/) weitgehend heterogen (Alters- und Leistungsniveau) sein und nicht mehr als 12 Schwimmer betragen. Mit zunehmender [Individualisierung](https://schwimmlexikon.de/individualisierung/) im [Hochleistungstraining](https://schwimmlexikon.de/hochleistungstraining-hlt/) liegt sie noch darunter, sollte aber auch nicht zu klein sein, da Trainingspartner die Trainingseinstellung (→[Einstellung](https://schwimmlexikon.de/einstellung/)) maßgeblich beeinflussen. Je nach Gruppenstruktur (→[Gruppenkohäsion](https://schwimmlexikon.de/gruppenkohaesion/)) sollten [Sprinter](https://schwimmlexikon.de/sprinter/), [Langstreckler](https://schwimmlexikon.de/langstreckenschwimmer/), [Brustschwimmer](https://schwimmlexikon.de/brustschwimmen/) zumindest zeitweise in eigenständigen Untergruppen trainieren. Mangels Wasserfläche, [Übungsleitern](https://schwimmlexikon.de/uebungsleiter/) und aus kommerziellen Gründen sind die Gruppen in den [Vereinen](https://schwimmlexikon.de/verein/) zumeist zu groß. Hier ist besonders die [Selbstständigkeit](https://schwimmlexikon.de/selbststaendigkeit/) der Schwimmer gefordert, die durch [Selbstkontrolle](https://schwimmlexikon.de/selbstkontrolle/) und Selbstbewertung zum „Partner des [Trainers](https://schwimmlexikon.de/trainer/)“ aufsteigen (Barth & Baartz, 2004). Der Gruppenzusammenhalt (Kohäsion) wird im Schwimmen maßgeblich durch kollektive Ziele (z.B. DMS) bestimmt, in die die individuellen Ziele der Schwimmer eingehen. Das spiegelt sich „im Bestreben wieder, zusammen zu halten und zum Zweck der Erreichung der Ziele und Zwecke vereint zu bleiben“ (Carron, 1982). Die Trainingsgruppe ist also mehr als nur eine Organisationsform. →[Gruppengröße](https://schwimmlexikon.de/gruppengroesse/), →[Teamgeist](https://schwimmlexikon.de/teamgeist/)

 
"Bündnis macht die Schwachen stark" Deutsches Sprichwort

## Quellen

- Barth & Baartz (2004). Schwimmen – modernes Nachwuchstraining. Aachen: Meyer 2004
- Carron, A.V. (1982). Cohesiveness in sport groups. Interpretations and considerations. Journal of sport psychology 4/123-138

## Verwandte Begriffe

- [Sportler](https://schwimmlexikon.de/sportler/)
- [Trainingsprogramm](https://schwimmlexikon.de/trainingsprogramm/)
- [Interesse](https://schwimmlexikon.de/interesse/)
- [Ziel](https://schwimmlexikon.de/ziel/)
- [Lernen](https://schwimmlexikon.de/lernen/)
- [Nachwuchstraining](https://schwimmlexikon.de/nachwuchstraining/)
- [Individualisierung](https://schwimmlexikon.de/individualisierung/)
- [Hochleistungstraining (HLT)](https://schwimmlexikon.de/hochleistungstraining-hlt/)
- [Ablösung](https://schwimmlexikon.de/abloesung/)
- [Akzeptanz](https://schwimmlexikon.de/akzeptanz/)
- [Anstrengung](https://schwimmlexikon.de/anstrengung/)
- [Attribution](https://schwimmlexikon.de/attribution/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Trainingsgruppe. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/trainingsgruppe/ (abgerufen am 2. November 2026).
