# Umstellungsfähigkeit

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/umstellungsfaehigkeit/
- Englisch: reorganisation ability
- Schlagwörter: Koordination, Lernen, Motorik, Technik, Vielseitigkeit
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-08-09
- Sprache: de

Umstellungsfähigkeit (reorganisation ability), auch →[Anpassungsfähigkeit, motorische](https://schwimmlexikon.de/anpassungsfaehigkeit-motorische/), [koordinative Fähigkeit](https://schwimmlexikon.de/faehigkeit-koordinative/) = Anpassen der [Bewegungsstruktur](https://schwimmlexikon.de/bewegungsstruktur/) an veränderte Situationen, wie sie im Sport in verschiedenster Weise auftreten können. Eine Umstellung der sporttechnischen Bedingungen ist für hochgeübte [Spitzensportler](https://schwimmlexikon.de/hochleistungssport/) verbunden mit:

– längeren Eingewöhnungsphasen,

– einer veränderten Trainingssituation und

– einer (oftmals temporären) Stagnation oder gar dem Absinken des Leistungsniveaus (Panzer et al. 2001, S.12).

Die motorische Umstellungsfähigkeit ist stark an die [Antizipationsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/antizipation/) gebunden und ist gekoppelt an die [Orientierungs](https://schwimmlexikon.de/orientierungsfaehigkeit/)- und [Reaktionsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/reaktionsfaehigkeit-motorische/). Eine gute motorische Umstellungsfähigkeit ist im Schwimmen bei verändertem [Regelwerk](https://schwimmlexikon.de/regelwerk/), neuen Varianten der [Bewegungstechnik](https://schwimmlexikon.de/bewegungstechnik/), anderem [Schwimmbecken](https://schwimmlexikon.de/schwimmbecken/) ([Wassertemperatur](https://schwimmlexikon.de/wassertemperatur/), Wassertiefe, Bahnbegrenzung, [Startblock](https://schwimmlexikon.de/startblock/)) bis zur veränderter [Renntaktik](https://schwimmlexikon.de/taktik/)(durch Konkurrenz schneller angehen als geplant) erforderlich und stark von [Bewegungs](https://schwimmlexikon.de/bewegungserfahrung/)- und Wettkampferfahrung geprägt. Besonders wichtig ist sie im [Sportspiel](https://schwimmlexikon.de/spiel/) (Meinel & Schnabel, 2004, S.218).

 
„Ein zielorientiert breit angelegter Erfahrungsschatz ist das Potential der Souveränität, die Basis zur virtuosen Gelassenheit und – im Sinne einer Art motorischen Weisheit – die Kernsubstanz der erstrebenswerten (motorischen) Intuition.“ Arturo Hotz (1996, S.34)

## Quellen

- Meinel & Schnabel (2004). Bewegungslehre – Sportmotorik. München: Südwest-Verlag
- Panzer, Daugs, Ehrig & Toews (2001). Umlernen – die Umstellung vom Normal- auf den Klappschlittschuh. Leistungssport 2/01, 12-17

## Verwandte Begriffe

- [Anpassungsfähigkeit, motorische](https://schwimmlexikon.de/anpassungsfaehigkeit-motorische/)
- [Fähigkeit, koordinative](https://schwimmlexikon.de/faehigkeit-koordinative/)
- [Bewegungsstruktur](https://schwimmlexikon.de/bewegungsstruktur/)
- [Hochleistungssport](https://schwimmlexikon.de/hochleistungssport/)
- [Antizipation](https://schwimmlexikon.de/antizipation/)
- [Orientierungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/orientierungsfaehigkeit/)
- [Reaktionsfähigkeit, motorische](https://schwimmlexikon.de/reaktionsfaehigkeit-motorische/)
- [Regelwerk](https://schwimmlexikon.de/regelwerk/)
- [Anpassungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/anpassungsfaehigkeit/)
- [Bewegungsregulation](https://schwimmlexikon.de/bewegungsregulation/)
- [Differenzierungsfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/differenzierungsfaehigkeit/)
- [Kombinationsfähigkeit, motorische](https://schwimmlexikon.de/kombinationsfaehigkeit-motorische/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Umstellungsfähigkeit. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/umstellungsfaehigkeit/ (abgerufen am 24. Oktober 2026).
