# Vibrationstraining

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/vibrationstraining/
- Englisch: vibration training
- Schlagwörter: Krafttraining, Methode, Schnellkraft
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-08-11
- Sprache: de

Vibrationstraining (vibration training), auch Beschleunigungstraining, stochastisches Resonanztraining, Biomechanische Stimulation oder auch Whole Body Vibration (WBV) im Englischen. Darunter wird die Übertragung von mechanischen Vibrationen eines Gerätes (z.B. Plattform) auf den [Körper](https://schwimmlexikon.de/koerper/) (→[Muskulatur](https://schwimmlexikon.de/muskulatur-leistungsbestimmende/)) verstanden. Der [Muskel](https://schwimmlexikon.de/muskel/) reagiert unbewusst, wobei besonders dem [Dehnungsreflex](https://schwimmlexikon.de/dehnungsreflex/) (ähnlich Kniesehnenreflex) eine muskelstärkende Wirkung zugesprochen wird. Der Nutzen im [Leistungssport](https://schwimmlexikon.de/leistungssport/) ist bei Fachleuten noch umstritten, während es im Fitnessbereich nach dem Motto „alles was neu ist, ist gut“ bereits eingesetzt wird ([www.galileo-training.com](http://www.galileo-training.com)). Andererseits ist es im [Sport](https://schwimmlexikon.de/sport/) nicht neu, dass die Praxis der Wissenschaft vorauseilt. So konnten durch Vibrationstraining neben der Kräftigung ([Krafttraining](https://schwimmlexikon.de/krafttraining-an-geraeten/)) bessere Dehnwirkungen ([Dehnung](https://schwimmlexikon.de/dehnungsmethoden/)) gegenüber herkömmlichen Verfahren (Tillaar, 2006) und Aufwärmeffekte ([Erwärmung](https://schwimmlexikon.de/aufwaermen/)) nachgewiesen werden (Sands et al. 2006). Bei Breitensportlern hatten sich durch Vibrationstraining auch [Schnellkraft](https://schwimmlexikon.de/schnellkraft/) und [Sprintfähigkeit](https://schwimmlexikon.de/sprintschnelligkeit/) verbessert (Paradisis & Zacharogiannis, 2007). Bei Spitzensportlern mit einem bereits wesentlich höheren Niveau dieser [Fähigkeiten](https://schwimmlexikon.de/faehigkeit/) steht dieser Nachweis durch repräsentative Studien noch aus. Auf Aussagen einzelner Spitzenathleten auf den Seiten der Produzenten wird hier verzichtet.
Übrigens: Solltet ihr zum Vibrationstraining statt einer Vibrationsplatte einen Vibrator erworben haben, kann es sein, dass iht Last mit Lust verwechselt. K.R.

## Quellen

- Paradisis & Zacharogiannis (2007). Effects of whole-body vibration training on sprint running kinematics and explosive strength performance. Journal Sports Sci. Med 6 (1) 2007, 44-49
- Sands, McNeal, Stone et al. (2006). Flexibility enhancement with vibration: acute and longterm. Med. Sci. Sports Exerc. 4/720-725

## Verwandte Begriffe

- [Körper](https://schwimmlexikon.de/koerper/)
- [Muskulatur, leistungsbestimmende](https://schwimmlexikon.de/muskulatur-leistungsbestimmende/)
- [Muskel](https://schwimmlexikon.de/muskel/)
- [Dehnungsreflex](https://schwimmlexikon.de/dehnungsreflex/)
- [Leistungssport](https://schwimmlexikon.de/leistungssport/)
- [Sport](https://schwimmlexikon.de/sport/)
- [Krafttraining an Geräten](https://schwimmlexikon.de/krafttraining-an-geraeten/)
- [Dehnungsmethoden](https://schwimmlexikon.de/dehnungsmethoden/)
- [Erregbarkeit, neuromuskuläre](https://schwimmlexikon.de/erregbarkeit-neuromuskulaere/)
- [Gelenkstabilität](https://schwimmlexikon.de/gelenkstabilitaet/)
- [Propriozeption](https://schwimmlexikon.de/propriozeption/)
- [Rekrutierung](https://schwimmlexikon.de/rekrutierung/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Vibrationstraining. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/vibrationstraining/ (abgerufen am 7. November 2026).
