# Wirbelsäule

- Quelle: [Schwimmlexikon](https://schwimmlexikon.de/)
- Adresse: https://schwimmlexikon.de/wirbelsaeule/
- Englisch: WS
- Schlagwörter: Anatomie, Belastung, Jugend, Kind, Langfristiger Leistungsaufbau
- Autor: Klaus Rudolph
- Überarbeitet am: 2017-08-15
- Sprache: de

Wirbelsäule (WS) (spina column), Grundpfeiler des [Stützapparates](https://schwimmlexikon.de/bewegungsapparat/), der aus 33-34 knöchernen Segmenten ([Wirbeln](https://schwimmlexikon.de/wirbel/)) besteht. Schon die aufrechte [Haltung](https://schwimmlexikon.de/koerperhaltung/) und erst recht sportliche [Bewegungen](https://schwimmlexikon.de/bewegung/) stellen hohe [biomechanische](https://schwimmlexikon.de/3680-2/) Anforderungen an die WS. Dabei muss sie einerseits starr (Haltung, Schutz) und andrerseits beweglich (beugen) sein. Das ist nur durch die physiologischen Schwingungen und eine Verspannung möglich, die oft mit einer Schiffstakelage verglichen wird. Besonders durch die hohen[sportlichen Belastunge](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/) n muss diese „Takelage“ „gepflegt“ werden (Kräftigung der [Rumpfmuskulatur](https://schwimmlexikon.de/rumpfmuskulatur/)), damit der „Mast den Stürmen trotzen kann“.

Beim [Schwimmen](https://schwimmlexikon.de/schwimmen/) wird die WB entlastet und gleichzeitig werden zahlreiche [Muskelgruppen](https://schwimmlexikon.de/muskelgruppe/) aktiviert. Deshalb wird Schwimmen bei [Haltungsschwächen](https://schwimmlexikon.de/haltungsschwaeche/)/-[schäden](https://schwimmlexikon.de/haltungsschaden/) gern empfohlen. Das [Sportschwimmen](https://schwimmlexikon.de/sportschwimmen/) kann aber durchaus die WS übermäßig beanspruchen und schädigen, so z.B. durch die Hyperlordosierung der Lenden- und Halswirbelsäule beim [Brust](https://schwimmlexikon.de/brustschwimmen/)- und [Delfinschwimmen](https://schwimmlexikon.de/delfinschwimmen/). Durch Delfinschwimmen treten Gefügelockerungen im Lendenwirbelsäulen- und Kreuzbeinbereich überdimensional bei jungen Schwimmern im Alter von 10-12 Jahren auf, da der Wachstumsknorpel noch schwach ist. Deshalb ist auch [Krafttraining](https://schwimmlexikon.de/krafttraining-an-geraeten/) mit größeren [Lasten](https://schwimmlexikon.de/last/) im Stehen und bei gebeugtem Oberkörper zu vermeiden. Bei Gewichtsarbeit ist immer auf eine gestreckte WS zu achten. Oft werden keine Ausgangsuntersuchungen vorgenommen und dadurch können Ansätze zu Schädigungen (→[Sportschaden](https://schwimmlexikon.de/sportschaden/)) im [orthopädischen](https://schwimmlexikon.de/orthopaedie/) Bereich nicht erkannt werden. Weitere Ursachen liegen in der zu zeitigen s[pezifischen Ausbildung](https://schwimmlexikon.de/ausbildung-sportartspezifische/) („Schwimmer müssen schwimmen“) und der Ignoranz gegenüber einer [vielseitigen Ausbildung](https://schwimmlexikon.de/vielseitigkeit/) junger Schwimmer. Auffallend ist bei vielen Schwimmern die legere Ruhehaltung, die oft mit einer begrenzten Aufrichtbarkeit besonders in der [Schultergürtelr](https://schwimmlexikon.de/schulterguertel/) egion einhergeht. Der Status des [Rumpfes](https://schwimmlexikon.de/rumpf/) ist von ausschlaggebender Bedeutung für den Zustand der WS. Deshalb ist bei Kräftigungsübungen die Ausgangsstellung zu beachten. „Eine frühzeitige präventive Einflussnahme auf den Rumpfstatus und die WS.-schwingung ist auch deshalb empfehlenswert, da das gesamte statische und funktionelle System einer Einheit gleicht, innerhalb derer sich Veränderungen gesetzmäßig auf angrenzende und entfernter liegende Regionen fortpflanzen Damit besteht eine grundsätzliche Möglichkeit der Begrenzung von Fehlbelastungsfolgen auf den gesamten Halte- und Bewegungsapparat“ (Fröhner, 2002, S.92). →[Bewegungsapparat](https://schwimmlexikon.de/bewegungsapparat/), →[Rumpfstabilisatoren](https://schwimmlexikon.de/rumpfstabilisation/), →[Dysbalancen, muskuläre](https://schwimmlexikon.de/dysbalance-muskulaere/), →[Funktionssyndrom   ](https://schwimmlexikon.de/funktionssyndrom/)

 „Die Wirbelsäule ist ein Knochen, der den Rücken herunter verläuft. Obendrauf sitzt der Kopf, unten drauf sitze ich.“ (unbekannt) 

## Verwandte Begriffe

- [Bewegungsapparat](https://schwimmlexikon.de/bewegungsapparat/)
- [Wirbel](https://schwimmlexikon.de/wirbel/)
- [Körperhaltung](https://schwimmlexikon.de/koerperhaltung/)
- [Bewegung](https://schwimmlexikon.de/bewegung/)
- [Biomechanik](https://schwimmlexikon.de/3680-2/)
- [Trainingsbelastung](https://schwimmlexikon.de/trainingsbelastung/)
- [Rumpfmuskulatur](https://schwimmlexikon.de/rumpfmuskulatur/)
- [Schwimmen](https://schwimmlexikon.de/schwimmen/)
- [Abduktorenmaschine](https://schwimmlexikon.de/abduktorenmaschine/)
- [autochthon](https://schwimmlexikon.de/2571-2/)
- [Bandscheibe](https://schwimmlexikon.de/bandscheibe/)
- [Bandscheibenvorfall](https://schwimmlexikon.de/bandscheibenvorfall/)

## Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Wirbelsäule. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/wirbelsaeule/ (abgerufen am 20. Oktober 2026).
