Datenschutz

27. März 2017 D 0

 

Datenschutz (data protection), Maßnahmen, die Personen vor Missbrauch der über sie gespeicherten Daten schützen und die im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und den Datenschutzgesetzen der Länder geregelt sind. Sie verbieten die ungerechtfertigte Weitergabe personenbezogener Daten, über die jeder Einzelne selbst bestimmen kann.

Da sich der Leistungssport in der Öffentlichkeit abspielt, sind die Grenzen schwer zu ziehen. So stehen die Wettkampfergebnisse inklusive Wettkampfanalyse inzwischen per Internet weltweit zur Verfügung, während bei Daten sportmedizinischer Untersuchungen, der Leistungsdiagnostik und der Trainingsdokumentation der Nutzerkreis durch den Verband einzugrenzen ist. Der Umgang mit diesen Daten sollte in den Sportlerverträgen geregelt sein, da sonst z.B. Potenzen für die Lehre (z.B. Technik-Leitbilder) und Verallgemeinerungen zur Trainingsmethodik für den Verband (RTP) verloren gehen würden. Grundlage dazu ist der Zweckbindungsgrundsatz nach § 14 Absatz 1 BDSG. Bei der digitalen Erfassung der Daten von Sportlern sind die Organisationen (Dachverband, Forschungsinstitute, OSP) angehalten, nach dem Prinzip der Datensparsamkeit und Datenvermeidung, nur so viele Daten zu erfassen, wie zur Lösung der Aufgaben unbedingt notwendig sind. Außerdem ist durch den Dachverband der Schlüssel für den Nutzerkreis festzulegen. →Datenerfassung

 

„Der gläserne Mensch ist nicht nur durchsichtig, er bricht auch leichter.“ Helmut Glatz (*1939) Schriftsteller

Mehr zum Thema: Sreball, Schmidt & Hermonies (2014).Handbuch Datenschutz im Sport. Formulare, Erläuterungen, Gesetze. Baden-Baden Nomos Verlagsgesellschaft

 

 


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