Angiogenese (angiogenesis), griech. angeion – Gefäß; genesis – Entstehung; Wachstum kleiner Blutgefäße (→Kapillaren) durch Aussprossung oder Einstülpung im Gegensatz zu deren Neubildung (Vaskulogenese). Unter den verschiedenen Faktoren, die eine Angiogenese bewirken spielt auch Hypoxie und damit das Höhentraining eine Rolle. Ferner stimuliert das unter Dopingmittel fallende Epo die Angiogenese (Kertesz et al. 2016, Klimakova et ...
Androgene (androgens), griech. anér, andrós „Mann“ und -gen „erzeugend“; männliche Keimdrüsenhormone (Sexualhormone), die in Hoden und Nebennierenrinde gebildet bzw. synthetisch hergestellt werden. Sie fördern die Geschlechtsdifferenzierung Ihre anabole Wirkung zeigt sich in der Förderung des Proteinaufbaus und der Erhöhung der Stickstoffretention (zurückhalten des Stickstoffes). Hauptvertreter der Androgene ist Testosteron. Die ursprünglich für therapeutische Zwecke und ...
Analysator (analyser), griech. analysis „Auflösung“; für die Wahrnehmungsprozesse zuständige Funktionseinheit zur Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung eines Sinnesreizes. Der Analysator besteht aus Rezeptor (zur Aufnahme von Informationen), afferenter Nervenbahn bis hin zu spezifischen Arealen in der Hirnrinde. Für die motorische Koordination sind fünf Analysatoren bedeutsam: kinästhetischer, taktiler, statico-dynamischer oder vestibularer, optischer und akustischer Analysator. Diese wirken ...
Anabolika (anabolics), griech. anabolé „Vertagung, Aufschiebung“; auch anabole Steroide, synthetische Wirkstoffe, die strukturell Testosteron nachempfunden sind und proteinaufbauend (→anabol) wirken. Damit fördern sie das Muskelwachstum, allerdings mit sehr ernstzunehmenden Nebenwirkungen: vorzeitiger Epiphysenschluss bei Kindern, Störungen der Leberfunktion, törungen des Hormon- und Fettstoffwechsels, „Vermännlichung“ bei Frauen, erhöhte Mortalität und Suizidrate (Lindqist et al. 2014) ). Exkurs: ...
anabol (anabolic), griech. anabolé „Vertagung, Aufschiebung“; aufbauend, bezogen auf den →Anabolismus. Im Rahmen der Stoffwechselprozesse werden körpereigene Substanzen oder Gewebe aufgebaut (anabole Phase) oder abgebaut (katabole Phase).
Amphetamine (amphetamine), auch als „Wachmacher“ bezeichnete illegale Suchtmittel (Stimulanzien) wie z.B. Speed, Crystal, Glass, Ecstasy, die das Zentralnervensystem zumeist auf Kosten eines verringerten Selbsteinschätzungsvermögens stimulieren. Sie führen dem Körper zwar keine Energie zu, wirken aber „wie eine Peitsche auf ein müdes Pferd, indem sie die Energiereserven des Körpers ausbeuten“ und somit kurzfristige Leistungssteigerungen ermöglichen (http://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-a/amphetamin/). ...
Aminosäuren (amino acids), aus einer Carbonsäuregruppe und einer an Kohlenstoff angebundenen stickstoffhaltigen Aminogruppe bestehende Bausteine der Proteine. Von den über 400 Aminosäuren mit biologischer Funktion spielen etwa 20 im menschlichen Organismus eine Rolle (proteinogene Aminosäuren). Davon können 11 vom Organismus selbst hergestellt werden (nichtessentielle Aminosäuren), 7 müssen mit der Nahrung zugeführt werden (essentielle Aminosäuren). Als ...
Amenorrhö (amenorrhea), griech. von a-men-rhoe = “ohne-Monat-Fluss”; Ausbleiben der Regelblutung durch Entwicklungs- oder Funktionsstörungen, aber auch durch Stress. Besonders bei hoch belasteten Sportlerinnen ist der Symptomkomplex “Athletinnen-Triade” (Essstörung, Amenorrhöe, Osteoporose) anzutreffen (Weimann 2008, Hoffmann 2009). Sportlerinnen mit funktioneller Hypothalamus Amenorrhoe (athletic amenorrhoea) reagieren auf intensives Training mit einer reduzierten adrenergen (durch Adrenalin wirkende) Reaktion, was sich ...
Alveole (pulmonary alveoli), lat. alveolus „kleine bauchartige Vertiefung“; Lungenbläschen, in dem zu Ende der äußeren Atmung der Gasaustausch zwischen Atemluft (Alveolarluft) und Blut durch Diffusion stattfindet. Ein Lungenbläschen mit einer Größe von 50 bis 250 μm (je nach Ein-oder Ausatmung) kann den enormen Sauerstoffbedarf des Schwimmers nicht decken. Das gelingt nur in Mannschaftsstärke von 200-300 ...
Alkohol (alcohol), Kohlenwasserstoffe, deren H-Atome durch Hydroxylgruppen (-OH) ersetzt sind. Wegen seiner anregenden und stimmungssteigernden Wirkung unterschätzen etwa 70% der Deutschen das Zellgift Ethanol. Alkohol zählt als Suchtmittel und darf zu Wettkämpfen bei einigen Sportarten wie z.B. Bogenschießen, Gymnastik, Motorsport, Skilauf usw. nicht eingenommen werden. Alkohol steht zwar nicht auf der Dopingliste („legale Droge“), aber ...