Sauerstoffaufnahme (VO2)

18. Juli 2017 S 0

Sauerstoffaufnahme (VO2) (Oxygen absorption; alveolar Oxygen uptake), Menge des pro Minute aufgenommenen Sauerstoffs in Litern pro Minute. Die Sauerstoffaufnahme wird mit der Spiroergometrie erfasst und ist ein Ausdruck der Leistungsfähigkeit des kardiopulmonalen Systems und des Energiestoffwechsels. Sie beträgt beim Erwachsenen ca. 0,3 Liter pro Minute in Ruhe und kann bei Belastung auf vier bis fünf Liter pro Minute ansteigen. Dabei ist ein Bezug zur Körpermasse sinnvoll (→Sauerstoffaufnahme, relative), da Muskelmasse, Blutvolumen und Herzgröße je nach Körpergewicht differieren (im Wasser und damit beim Schwimmen ist das nicht so deutlich). In der Medizin ist es üblich, dass die Belastungsintensität in Prozent der maximalen Sauerstoffaufnahme angegeben wird. Die aerobe Stoffwechsellage wird bei 70% der VO2max angenommen.

Beziehung zwischen Zugfrequenz und Sauerstoffverbrauch bei einer Weltmeisterin im Freiwasserschwimmen (Belastungsdauer 60 Minuten im Strömungskanal) (Rudolph, 2002, internes Material)

 

Die Sauerstoffaufnahme ist trainierbar und mit der bei erschöpfender Belastung gemessenen maximalen Sauerstoffaufnahme Ausdruck der aeroben Leistungsfähigkeit. Allerdings steht sie nicht in Beziehung zur Höchstleistung im Schwimmen, sollte aber ein bestimmtes Referenzniveau aufweisen (Neumann & Berbalk, 2000). Über Untersuchungen zur Sauerstoffaufnahme und Schwimmgeschwindigkeit konnte der Einfluss der Schwimmtechnik auf die Stoffwechselökonomie nachgewiesen werden (Reer et al. 2002). Das ist z.B. der Fall, wenn bei gleicher Schwimmgeschwindigkeit die Sauerstoffaufnahme abnimmt (besserer Wirkungsgrad).

Der ab drittem Lebensjahrzehnt kontinuierliche Abfall der maximalen Sauerstoffaufnahme lässt sich durch Ausdauertraining verzögern.

Mehr zum Thema: http://symptomat.de/Sauerstoffaufnahme


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