Audiomotorik (audiomotor system), lat. audio „ich höre“ + motor „Beweger“; auf Klangvorstellungen beruhende Motorik. Audiomotorik beschreibt innerhalb der Resonanzlehre das Verhältnis und die Synchronisation von Hören und Bewegen. Die Muskulatur selbst wird musikalisch, d.h. sie reagiert direkt und in jeder gewünschten Dosierung auf gehörte Klänge. Die Möglichkeiten der Audiomotorik im Sinne der Fortschreibung der sportwissenschaftlichen Rhythmustheorie sind noch nicht erschlossen. Mit weiteren Forschungen wird die Hoffnung verbunden, tiefere Einsichten in die sensomotorischen Abläufe wie Bewegungswahrnehmung, Bewegungsrepräsentation, motorische Programmierung und Ablaufregulation zu erhalten (Effenberg, 2006). →Kinästhesie, →Rhythmisierungsfähigkeit
Begriff
Audiomotorik
Quellen
- Effenberg, A.-O (Hrsg.). (2006). Bewegungs-Sonification und Musteranalyse im Sport - Sportwissenschaft trifft Informatik. Göttingen: Cuvillier-Verlag Zur Quelle
Verwandte Begriffe
- MotorikGesamtheit willkürlicher Bewegungen, die auf Funktionen des sensorischen (Sensomotorik) …
- SensomotorikLat. sensus „Empfindung, Gefühl“ und motus „Bewegung“ …
- Bewegungswahrnehmung“sinnlich-rationale Form der Widerspiegelung von Bewegungen …
- KinästhesieGriech. kineō „bewegen, sich bewegen“ und aisthēsis „Wahrnehmung …
- Rhythmisierungsfähigkeit/Rhythmusfähigkeit (rhythmic ability), Komponente der motorischen Fähigkeit zur …
- AufmerksamkeitFähigkeit aus der Reizflut der Umwelt nach Bedarf zu selektieren und damit ein …
Schlagwörter
Zitiervorschlag
Rudolph, K. (2017). Audiomotorik. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/audiomotorik/ (abgerufen am 7. November 2026).