Prinzip der optimalen Tendenz im Beschleunigungsverlauf

12. Dezember 2021 P 0
Prinzip der optimalen Tendenz im Beschleunigungsverlauf (principle of the optimum tendency in accelerative dynamics), Prinzip des optimalen Beschleunigungsweges, biomechanisches Prinzip, das den zweckmäßigen Beschleunigungsverlauf bei unterschiedlichen Zielstellungen beschreibt. Soll z.B. ein Beschleunigungsweg in kürzester Zeit zurückgelegt werden, dann müssen die größten Beschleunigungskräfte am Anfang der Beschleunigungsphase wirken (z.B. Stoß im Boxen, Fechten), soll die größte ...

Prinzip der Gegenwirkung

12. Dezember 2021 P 0
Prinzip der Gegenwirkung (principle of counter-action), biomechanisches Prinzip, das auf dem 3. NEWTONschen Axiom der Gegenwirkung (actio et reactio) beruht, also auch bei sportlichen Bewegungen besteht zu einer Wirkung immer eine gleich große Gegenwirkung. So führt eine Verdrehung des Oberkörpers nach links in der Regel zu einer Verdrehung des Unterkörpers nach rechts. →Impulserhaltungsgesetz Über viele ...

Pressatmung

24. November 2021 P 0
Pressatmung/-druck (compressed breathing), durch willkürlich behinderte Ausatmung erfolgte Steigerung des Druckes im Brustraum und damit auch im intrathorakalen (im Brustkorb befindlichen) Kreislauf. Die Pressatmung tritt auch unwillkürlich bei sportlichen Aktivitäten mit erhöhten Kraftanforderungen auf (z.B. Gewichtheben). Auch beim Schwimmen wird oft die Ausatmung verzögert und die Luft gepresst. Da durch die Erhöhung des Druckes im ...

Hochleistungsalter

18. November 2021 H 0
Hochleistungsalter (top-performance age), Alter, in dem die individuelle sportliche Höchstleistung erreicht und gehalten wird. Es differiert zwischen den Sportartengruppen von 13-15jährigen Turnerinnen bis zu Sportarten wo neben Kondition besonders Erfahrung gefragt ist wie im Segeln. In den meisten Sportarten liegt das Hochleistungsalter zwischen 20 und 30 Jahren. Die Abnahme der maximalen Leistungsfähigkeit ist mit zunehmendem ...

Plyometrie

13. November 2021 P 0
Plyometrie (plyometrics), griech. pleiôn „mehr“ uns metreô „messen“; Form des Schnellkrafttrainings, die auf dem Dehnungsreflex der Muskeln und der Kontrolle über diesen sowie des Muskelspindelapparates beruht. Das Belastungsmaximum tritt während der Verlängerung der Muskulatur bei exzentrischer Ausführung auf (= negative Arbeit). Eine Megaanalyse zeigt, dass plyometrisches Sprungtraining die Wiederholungssprintfähigkeit (RSA) und die durchschnittliche Leistung, aber ...

Masterschwimmen

11. November 2021 M 0
Masterschwimmen (master-swim), „Sportliche Bewegungen im Wasser unter Wettkampfbedingungen (→Leistungs– sowie anspruchsvoller Fitnesssport) und/oder zur Entspannung, Erholung, Gesunderhaltung (→Gesundheitssport)“. Mit dieser Definition von Strass & Wilke (2006) wird damit jegliche Bewegung von Senioren (ab 20 Jahre, international erst ab 25 Jahre) im Wasser erfasst. In diesem vorrangig auf den Leistungssport ausgerichteten Lexikon dominiert das leistungsorientierte Masterschwimmen. ...

Langstreckentraining

11. November 2021 L 0
Langstreckentraining (long distance training), spezifisches Training ab Anschlusstraining zur Entwicklung von Leistungen über 800 – 1500m mit folgenden Merkmalen: hohe Umfänge an Wassertraining bis 3000 km im Jahr und 80 – 120 km/Woche (Carew, 1992; Gambril & Bay, 1988; Böller, 2003), Spitzen bis 20 km/Tag hohes aerobes Niveau durch Dauertraining und Intervalltraining mit langen Teilstrecken ...

Plantarflexion

06. November 2021 P 0
Plantarflexion (plantar flexion), lat. planta „Fußsohle“; Beugung des Fußes in Richtung Fußsohle. Eine gute Plantarflexion ist in einigen Sportarten unerlässlich, so für Haltungsnoten wie im Wasserspringen oder für einen effektiven Vortrieb, besonders in den Schlagschwimmarten. So erreichen z.B. gute Delfinschwimmer einen Beugewinkel von 90° (→Delfinbewegung), die zu 90% der dreiköpfige Wadenmuskel ermöglicht. 90% des Antriebs ...

PIV-Methode

04. November 2021 P 0
PIV-Methode (Particle image velocimetry), Methode zur Messung von nichtstationären Strömungen, die Geschwindigkeits-Felder um bewegte Körper sichtbar macht und gleichzeitig die Impulsbeträge (im Schwimmen im Nachlauf von Händen und Füßen) berechnet. Mit der PIV-Methode können die Orte des Zentrums und der Grenze des Wirbels auf der Basis des Geschwindigkeitsfeldes identifiziert werden (→Vortex).  →http://www.dlr.de/as/desktopdefault.aspx/tabid-183/251_read-12796/ Zugriff 4.11.21 Mehr ...

Phasenverschiebung

28. September 2021 P 0
Phasenverschiebung (reflection phase change), in der Physik gegeneinander verschobene Sinusschwingungen. Bei einer Vielzahl sportlicher Bewegungen „Differenz in Form einer zeitlichen Verschiebung der Teilbewegungen, die vom Rumpf aus nach den Endgliedern verläuft.“ (Meinel & Schnabel, 2004, S.120). Typisches Beispiel sind die Beinschlagbewegungen im Schwimmen. →Kette, kinematische Beispiel: Mit einer sensorbasierten Messmethode erfassten Köhler et al. (2015) ...