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Begriff

Autonomie

Autonomie (autonomy), griech. autonomía „Eigengesetzlichkeit, Selbstständigkeit“; Möglichkeit, das eigene Handeln selbst bestimmen zu können und weitgehend unabhängig zu sein. Autonomie kann sich auf Personen, aber auch auf Gruppen/Institutionen beziehen.

Im Sport kann Autonomie verstanden werden als Ausdruck einer soziologischen und organisatorischen Selbstständigkeit (z.B. mit eigener „Gesetzgebung“ in Sachen Doping). →Selbstorganisation

Exkurs: Obwohl die 69. Generalversammlung der Vereinten Nationen die Autonomie des Sports anerkannt hat, gibt es immer wieder Differenzen zwischen Regierungen und Sportorganisationen. Das betrifft weniger die Befugnis des Sports, sich eigene Regeln zu geben. Es sind aber letztlich die Exzesse des Sports selbst (Wettbewerbsmanipulationen, FIFA-Skandal, Doping) die das Verhältnis immer wieder neu belasten. Dabei gelangt die Auffassung, aktuelle Krisenerscheinungen des Sports wären durchweg mit Fehlverständnissen und Beschränkungen seiner Autonomie auf der kulturellen Ebene verbunden und könnten folglich auch nur durch Wiederherstellung dieser Autonomie gelöst werden (Güldenpfennig 1996), an ihre Grenzen. Zudem bleibt es eine Scheinautonomie, solange der Sport von den Geldern der Regierung abhängt.

„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ (Volksweisheit)

 

Quellen

  • Güldenpfennig, S. (1996). Sport: Autonomie und Krise. Soziologie der Texte und Kontexte des Sports. Academia Verlag Zur Quelle

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Überarbeitet am 17. März 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Autonomie. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/autonomie/ (abgerufen am 5. Oktober 2026).