Fatalismus

18. April 2017 F 0

Fatalismus (fatalism), (lat. fatalis für „schicksalhaft“), Lebenshaltung, die durch Ergebenheit in das Schicksal bestimmt ist. Ereignisse werden als unabwendbar gesehen und eigenes Handeln wird deshalb unterlassen.

Beispiel: Nach ihrem Höhenritt mit zwei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen 2008 schwimmt Britta Steffen vier Jahre später in London der Weltspitze hinterher. Ihr Kommentar: „Es ist kein Weltuntergang, durch mich ist auch nicht der Weltfrieden gefährdet – also soweit alles okay.“ (Der Tagesspiegel vom 1.08.2012). Die ehemalige Kämpferin hat sich innerlich vom Leistungssport verabschiedet.

Exkurs: Fatalismus pendelt zwischen Aufgabe („man kann ja eh nichts machen“) und Selbstoptimierungswahn („sich unter steter Kontrolle halten“). Heutzutage werden wir mit Ratschlägen eingedeckt, wie und was essen, wie bewegen, kommunizieren, dynamisch sein usw..Nicht umsonst ist ein Buch vom Tommy Jaud Bestseller geworden, Titel: „Einen Scheiß muss ich!“

„Rauchst‘, stirbst‘. Rauchst‘ net, stirbst a’“ (Fatalismus auf bayrisch)


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