Trainingslehre

07. August 2017 T 0

 Trainingslehre (training methodology*), handlungsorientierter Teil der Trainingswissenschaft, der sich mit der Technologie und Didaktik des Trainierens beschäftigt (Schnabel & Thieß, 1993). Sie speist sich aus Quellen sowohl der Trainingspraxis (Erfahrungswissen) als auch aus wissenschaftlichen Studien und beschreibt allgemein gültige sportartübergreifende Trainingsprinzipien, Trainingsmethoden (→Methode) und Trainingsinhalte. Wir folgen auch nicht den Bemühungen einiger Trainingswissenschaftler, sich definitorisch von Vertretern einer Trainings- oder auch „nur“ einer Meisterlehre abzuheben. Krüger (2003, S.12) verweist in diesem Zusammenhang auf POPPER, nach dem es weder Trainingswissenschaft noch Trainingslehre geben kann, es gibt nur Probleme und den Wunsch, sie zu lösen. Dabei sind die Meisterlehren wie aufwendige Hypothesen, die sich aus der erfolgreichen Praxis legitimieren (ebenda). Die Olympiamedaille ist nun einmal die beste Messgröße für die Theorie des Trainings, soweit sie sich auf den Leistungssport bezieht.


*“Im Englischen gibt es weder den Begriff der Trainingswissenschaft noch den der Trainingslehre, und so lässt sich auch die Auseinandersetzung um die Begrifflichkeit einem nicht deutschsprachigen Ausländer nur schwer vermitteln: „General Coaching Theory“– allgemeine Theorie des Trainings – kommt einer Übersetzung vielleicht noch am nächsten.“ (Krüger, A. 2003, S.15)

„So sollte man auch skeptisch sein gegenüber Meisterlehren, die sich am Meister und nicht an der Theorie des Meisters orientieren“                           Prof. Arnd Krüger, Uni Göttingen (aus Leistungssport 1/2003).


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