Vortex

12. August 2017 V 0

Vortex (Wirbel, Turbulenz), lat. vortex „Wirbel“; allgemein eine Kreisströmung einer Flüssigkeit, eine um eine Achse rotierende Wassermenge mit hohem Impuls, der für einen Kraftstoß auf den Körper genutzt werden kann. So entwickeln sich beim Schwanzflossenantrieb der Fische gegeneinander versetzte Wirbel, die dem Fisch Schub verleihen (bei Reischle, 2015, S. 42/43)

Bezogen auf den Schwimmer ist Vortex die um eine Achse rotierende Wassermenge im Nachlauf der Füße und Hände, deren Energie für den Vortrieb genutzt wird. „Die Vortexformung ist eng an die Existenz von Körperkanten gekoppelt, die im Bewegungsraum Wasser einen Nachlauf erzeugen. Solange die Kanten ohne Umlenkaktion geradlinig auf einer Raumbahn bewegt werden, gibt es ein nahezu konstantes Strömungsbild mit gebundenem Vortex und Basis-Impulstransfer als Reaktion. Werden diese Kanten zusätzlich umgelenkt, entstehen Vortexformen, die einen zusätzlichen Schub hervorrufen können“ (Ungerechts et al. 2007). Die komplizierte Quantifizierung ist mit der PIV-Methode möglich. Reischle (2015, S.45) schränkt ein, dass „die Antriebswirkung der Vortices bisher nur für den Delfinbeinschlag unter Wasser und für den Support* scull mehr oder weniger plausibel erklärt werden konnte“ und empfiehlt ein differenziertes Antriebskonzept.

*Element aus dem Synchronschwimmen: https://www.youtube.com/watch?v=f3WsiJEElnU

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