Wettkampfernährung

15. August 2017 W 0

Wettkampfernährung (competition nutrition), Ernährung des Sportlers (Sporternährung) vor und zwischen den Wettkämpfen, wobei die Grundlagen bereits in der Taperphase gelegt werden. So sollten die Kohlenhydratspeicher aufgeladen sein, was sich nicht mehr kurzfristig korrigieren lässt. Das ist nicht nur wichtig für die Muskelleistung (Glykolyse), sondern auch für die mentale Leistungsfähigkeit (→Hypoglykämie). Ein Wettkampftag im Schwimmen kann bis zu 8 Stunden gehen, die Glykogenspeicher der Leber können den Blutzuckerspiegel nur bis 3 Stunden stabilisieren. Deshalb sollten über den ganzen Tag (aller 2-3 Stunden) kohlenhydratreiche kleine Zwischenmahlzeiten eingenommen werden. Auch Trinken ist in kleinen Mengen günstiger und sollte sich auf Mineralwasser oder Apfelschorle (Flüssigkeitsbedarf) beschränken (Baerens-Osterkamp, 2002). Besonders ein bis zwei Stunden nach dem Wettkampf sollten 1g/kg Kohlenhydrate zugeführt werden, weil die Glykogensynthese in der Nachbelastungsphase schneller verläuft. Im Rahmen wettkampfnaher Substitution sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Antioxidantien geachtet werden (Kindermann, 1999). Dies bleibt aber ebenso wie Substitution mittels Infusion dem Mannschaftsarzt vorbehalten, der auch das gesamte Ernährungsregime bei großen Wettkämpfen „im Griff“ haben sollte.

 

Böckel & Wagner (2014) geben Schwimmern für den Wettkampftag folgende Tips (S. 31):

  • keine Experimente bei der Lebensmittelauswahl
  • bereits vor der Belastung ausreichend trinken
  • bei großer Nervosität öfter zu kleineren Snacks greifen und dazu in kleinen Schlücken trinken
  • am Anfang des Tages den Wettkampfablauf checken und entsprechend die Mahlzeiten verteilen
  • ausreichend Getränke und Verpflegung mitnehmen
  • nicht nüchtern an den Start gehen
  • lltzte große Mahlzeit spätestens drei Stunden vor dem Start
  • Letzter kohlehydratreicher Snack eine Stunde vor dem Start
  • bei Auslandsaufenthalten immer an den individuellen „Notvorrat“ denken

 

Mehr zum Thema: Böckel & Wagner (2014). Richtige Ernährung am Wettkampftage. Swim & more. 4/2014, 30/31


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