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Begriff

Schwelle, anaerobe (ANS)

Schwelle, anaerobe (ANS) (anaerobic threshold), Übergangs zwischen rein aerober zu teilweise anaerob-laktazid gedeckter Energiestoffwechselleistung (Mader, 1976); Punkt des maximalen Laktat-steady-state (Maxlass). Der Bereich wird zumeist als fixe anaerobe Schwelle mit einem Laktatwert von 4 mmol/l angegeben, was verschiedentlich kritisch gesehen wird, da die ANS abhängig ist vom Basislaktat, von der Belastungsstufendauer, von der Masse der Arbeitsmuskulatur usw. (Dickhuth, 2000). Deshalb wird die Bestimmung der individuellen anaeroben Schwelle (IAS) gefordert, die aber mehr von akademischem Wert ist und der Trainingssteuerung wenig genutzt hat.

Die im englischen Sprachraum verwendete anaerobic threshold (Wassermann) ist als Punkt des ersten messbaren Laktatanstiegs definiert, während die im deutschen Sprachraum fälschlicherweise verwendete 4 mmol-Schwelle (Mader) den Bereich des Übergangs zwischen rein aerober und partiell anaerob-laktazider Energiebereitstellung bezeichnet (Wahl et al. 2009). Dazu weiter unter →Schwelle, →Schwellentraining

Quellen

  • Dickhuth, H.H. (2000). Einführung in die Sport- und Leistungsmedizin. Schondorf: Hofmann Zur Quelle
  • Mader, Liesen, Heck, Philipp, Rost, Schürch & Hollmann (1976). Zur Beurteilung der sportartspezifischen Leistungsfähigkeit im Labor. Sportarzt und Sportmedizin. 4 (24) S. 80 und 5 (26) S. 109 Zur Quelle
  • Wahl, Sperlich, Hägele, Bloch & Mester (2009). Thesen zum High Intensity Training (HIT), in Engelmeyer & Mester (Hrsg.), Position Statements, Das Deutsche Forschungszentrum für Leistungssport, S. 5-7. Zur Quelle

Verwandte Begriffe

Überarbeitet am 25. Juli 2017Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2017). Schwelle, anaerobe (ANS). In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/schwelle-anaerobe-ans/ (abgerufen am 17. Oktober 2026).