Lernen, implizites

14. Juni 2017 L 0

Lernen, implizites (implicit learning), (lat. implico) im Gegensatz zum expliziten Lernen das unbewusste Lernen. Im Laufe des Lebens werden viele Verhaltensabläufe (wie Laufen, Radfahren, Tanzen, Schwimmen) im Verhaltensgedächtnis gespeichert und automatisiert (→Bewegungsautomatisierung). Wegen der wenigen Regeln und der Verknüpfung mit bekannten Bildern werden im Gegensatz zum expliziten Lernen die „Arbeitsspeicher“ auch bei zusätzlichen Störungen nicht überlastet (Liao & Masters, 2001). Man muss nicht erst eine Gebrauchsanweisung durchlesen, bevor man sich auf seinen „Drahtesel“ schwingt.

Indem beim motorischen Lernen viele Informationen vorrangig auf der sensomotorischen Ebene verarbeitet und gespeichert werden, sind diese nicht „bewusstseinspflichtig und nur in geringem Umfang bewusstseinsfähig“ (Meinel & Schnabel, 2007, S.156). Das schließt aber die bewusste Anteilnahme des Sportlers (→explizites Lernen) nicht aus. Es kann sogar beim Erlernen komplizierter Techniken wie im Hochleistungstraining unerlässlich sein. Effektives motorisches Lernen schließt explizites wie implizites Lernen ein.

Merkmale des impliziten und expliziten Lernens (nach Sun, Mathews et al., 2007, S.35)

Mehr zum Thema: http://www.gehirnlernen.de/lernen/grundlagen-des-lernens/implizites-lernen/ (Zugriff am 24.08.2016)


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