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Begriff

Rotationstechnik

Rotationstechnik (rotation technique), technisches Verfahren in der Metallindustrie und bekannt als spezielle Technik des Zähneputzens. Auch im Sport wurde diese Technik erfolgreich übernommen, so z.B. im Kugelstoßen, weniger erfolgreich im Speerwurf.

Im Schwimmen verstehen wir darunter eine Variante des Kraularmzugs, wobei der eine Arm eintaucht, wenn der Zugarm bereits schon mehr als die Hälfte des Armzuges ausgeführt hat. Die „Rotationstechnik“ ist typisch für Sprinter mit hohen Zugfrequenzen und starker Armkraft, die damit eine kontinuierliche Vortriebswirkung erzielen (→Vortriebswirkungsgrad). Da auf ein Gleiten völlig verzichtet wird, ist das Stehvermögen begrenzt. Weil eine Körperbewegung um die Längsachse beschrieben wird, favorisieren Hahn et al. (2010) die Bezeichnung „Alternation“.

Die Rotationstechnik hat nichts mit der Rotationsbewegung zu tun, die das Vorbringen des Armes in der Rückholphase und somit das Atmen erleichtert. Verschiedentlich wird auch ein steter Wechsel zwischen Rücken- und Kraularmbewegung als „Rotationstechnik“ bezeichnet.

 

Quellen

  • Hahn, Markatsch & Strass (2010). Kraulschwimmen. Meyer & Meyer, Aachen Zur Quelle

Verwandte Begriffe

  • ArmzugArmbewegung
  • SprinterSchwimmer, dessen Hauptwettkampfstrecke die 50m sind (Sprint) und der folglich sein …
  • ZugfrequenzAnzahl der Bewegungszyklen pro Minute.
  • VortriebIn der Physik eine Kraft der Antriebstechnik …
  • Vortriebswirkungsgrad(propulsion efficiency), auch „Schub“.
  • GleitenArt der Bewegung bzw. Fortbewegung bei reduzierter Reibung (Gleitreibung) auf einem …
  • StehvermögenAllgemein die Beharrlichkeit mit der ein Ziel angestrebt wird.
  • RotationLat. rotatio „kreisförmige Umdrehung“; vielseitig verwendeter Begriff …
Überarbeitet am 9. März 2023Autor: Klaus Rudolph

Zitiervorschlag

Rudolph, K. (2023). Rotationstechnik. In: Schwimmlexikon. https://schwimmlexikon.de/rotationstechnik/ (abgerufen am 30. Oktober 2026).