Stehvermögen

01. August 2017 St 0

Stehvermögen (stamina), allgemein die Beharrlichkeit mit der ein Ziel angestrebt wird. In den Medien bevorzugt auf männliche Potenz reduziert. Im Sport benutzt als Fähigkeit, trotz eingegangener großer Sauerstoffschuld eine hohe Leistungsfähigkeit aufrechterhalten zu können(Harre, in Schnabel & Thieß, 1993, S. 802). Stehvermögen ist in der Sportwissenschaft nicht eindeutig definiert. Weineck (2002, S. 326) verwendet Stehvermögen synonym mit Schnelligkeitsausdauer.

Im Schwimmtraining wird mit dem so genannten „Stehvermögentraining“ als Wiederholmethode im Sinne von Grenzbelastungen eine besonders hohe Laktatbildung (Akkumulation) provoziert, was aber aus motorisch-biomechanischer Sicht kritisch zu sehen ist, da die hohe Azidose das Koordinationsvermögen (hier auch Wassergefühl) beeinträchtigt. Es wird hierbei mit hohem „biologischen Aufwand“ immer an der angestrebten Wettkampfgeschwindigkeit vorbeigeschrammt. Dementgegen stehen bei den Belastungszonen 6 und 7 Wettkampfgeschwindigkeit und Wettkampfstruktur im Vordergrund. Ziel dieses Trainings ist, den Geschwindigkeitsabfall auf den letzten Teilabschnitten zu verhindern (s. Abb.).

Verlauf der Schwimmgeschwindigkeit über 200F in % der mittleren Geschwindigkeit über die vier Teilabschnitte (Thorp mit Weltrekord im Vergleich zum Mittel der anderen Finalisten)

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