Apathie

16. März 2017 A 0
Apathie (apathy; disinterest), griech. apatheia „Unempfindlichkeit“; Teilnahmslosigkeit, Gleichgültigkeit, Desinteresse, als pathologische Erscheinungsform bis zur Demenz. Im Sport hingegen zumeist in milderer Ausprägung z.B. als Vorstartzustand, indem dem Schwimmer der Wettkampfverlauf egal ist. Das Wettkampfgeschehen wird emotionslos (nicht) registriert. Oft ist dieses Verhalten auch die Reaktion auf eine schwere Niederlage. In der Regel sollte man dem ...

Antriebsregulation

16. März 2017 A 0
Antriebsregulation (drive, regulation), (Psychologie), „Funktionseinheit der Handlungsregulation, die bestimmt, ob und mit welcher Intensität gehandelt wird…Die Antriebsregulation ist vor allem durch Beharrlichkeit, Intensität und Konsequenz, mit der ein Ziel verfolgt wird, gekennzeichnet“ (Mathesius in Schnabel & Thieß, 1993, S. 68). Psychische Komponenten der Antriebsregulation sind: →Motive und Motivation für das Sporttreiben, volitive Voraussetzungen (→Wille), →Risikobereitschaft, ...

Antrieb

16. März 2017 A 0
Antrieb (drive, motivation), mehrdeutiger Begriff: der auf einen Körper übertragene Impuls in der Technik oder durch Muskelkraft (→Antriebskonzeptionen im Schwimmen), Impuls als Funktion emotionaler Prozesse. Hierbei werden primäre, angeborene Antriebe (Hunger, Durst, Sexualtrieb) von sekundären Antrieben unterschieden, die anerzogen sind. Die Stärke des Antriebs wechselt im Laufe eines Lebens, antriebsstarke Jahre (mittleres Lebensalter) werden im ...

Antizipation

16. März 2017 A 0
Antizipation (anticipation), lat. anticipare „vorwegnehmen“; „Auf Erfahrung und aktuelle Wahrnehmung gegründete gedankliche bzw. vorstellungsmäßige Vorwegnahme zukünftigen Geschehens“ (Schnabel & Thieß, 1993, S.67). Unser Handeln verläuft nicht vorwiegend reaktiv, sondern voraussehend. Nicht der Weg bestimmt das Ziel, sondern das Ziel den Weg. Der Wasserspringer „erlebt“ seinen Sprung im Kopf bevor er springt. Also wird nicht nur ...

Antipathie

16. März 2017 A 0
Antipathie (antipathy), griech. antipatheia „Gegengefühl, Abneigung“; Abneigung, zumeist unbewusster Abwehrmechanismus („Chemie stimmt nicht“), der ein sachliches Urteil über die unsympathische Person/Sache erschwert und distanziertes Verhalten fördert, im schlimmsten Fall bis zum Hass gesteigert wird. Antipathie gegenüber Wettkampfstätten (“langsame Bahn“) können zu →Aversionen führen. Antipathie ist zunächst nicht mehr als ein Signal. Setzt man sich realistisch ...

Anstrengungsempfinden

16. März 2017 A 0
Anstrengungsempfinden (effort, feeling of), subjektives Empfinden darüber, wie schwer und anstrengend eine vorgegebene Belastung ist. Die Bestimmung des Anstrengungsempfindens gilt im angelsächsischen Sprachraum als Standard. Es wird mit einer numerischen Skala erfasst (→Borg-Skala). Damit können globale als auch regionale Empfindungen abgeschätzt werden (z.B. muskuläre Anstrengungen oder Dyspnoe). (Löllgen, 2004). →Anstrengung, →Überlastung, →Übertraining, →Feedback,

Anstrengung

16. März 2017 A 0
Anstrengung (effort), Ausmaß der Bemühungen, um ein Ziel zu erreichen. Unter psychologischen Aspekt wird die Anstrengung stark von der Motivation bestimmt. Synonym wird im Sport häufig Belastung gebraucht. Die im Leistungssport erforderliche Belastungssteigerung ist ohne hohe Anstrengung nicht umzusetzen. „Mit wachsender Anstrengung steigt zunächst die Leistung an, nimmt aber nach Erreichen des Leistungsmaximums trotz weiter ...

Anschaulichkeit

16. März 2017 A 0
Anschaulichkeit (plasticity), didaktisches Prinzip, das vor allem als „sinnliche Wahrnehmbarkeit der Unterrichtsgegenstände oder – aufgaben verstanden“ wird (Hintz et al. 2001). Das trainingsmethodische Prinzip der Anschaulichkeit ist besonders bedeutsam in der sporttechnischen Ausbildung: Bilder, Filme als Anschauungsmittel. Unter Anschaulichkeit ist aber auch die überzeugende Darstellung von Dingen und Prozessen zu verstehen, wie z.B. die Anwendung ...

Anregung

16. März 2017 A 0
Anregung (suggestion), eine Person zu einer Handlung (Nachdenken, Tätigkeit) veranlassen. Anregung ist als Lernunterstützung auch bei guter Selbstmotivation als entscheidender Impuls angebracht. Dabei wird der Sportler angeregt, selbstständig Lösungen zu suchen. Der Trainer tritt mehr in den Hintergrund, hat aber ständig „das Ohr an der Gruppe“, stellt geschickt Fragen, regt zum Denken an und zeigt ...

Anpassungsfähigkeit, psychische

16. März 2017 A 0
Anpassungsfähigkeit, psychische (adaptability, mental), das Vermögen, sich bestimmten Gegebenheiten und sozialen Bedingungen anzupassen. Psychische Anpassungsfähigkeit äußert sich in Toleranz, Einfühlungsvermögen und Kompromissbereitschaft, geringe psychische Anpassungsfähigkeit in Starrheit, Sturheit oder Uneinsichtigkeit. “In einer hochkomplexen Umwelt, die sich immer wieder verändert und immer neue Fähigkeiten verlangt, ist Anpassungsfähigkeit überlebenswichtig. Und das menschliche Gehirn ist nun einmal das ...