Screening

18. Juli 2017 S 0

Screening (engl.),„unter die Lupe nehmen“; Testverfahren, um Elemente mit bestimmten Eigenschaften herauszufinden. Die Anwendung ist vielgefächert, von der Medizin (z.B. Vorsorgeuntersuchungen), Psychologie und Soziologie (Herausfiltern von Personen mit bestimmten Merkmalen), Pharmaforschung (Suchen bestimmter Substanzen) bis zum allgemeinen Sprachgebrauch.

Im Sport die Überprüfung der Begabung für eine bestimmte Sportart (Talentsichtung) oder auch der Belastbarkeit (→Leistungsdiagnostik). Ganz im Sinne des Anglizismus wird nun auch nicht mehr überprüft und gesichtet sondern „gescreent“ (Screening im DSV-Perspektivteam“).

Exkurs: Über den Nutzen wird in bestimmten Bereichen kontrovers diskutiert. So empfehlen deutsche Sportmediziner prophylaktisch zur Verhinderung des Herztodes im Sport ein kardiologisches Screening, während belgische Wissenschaftler negative Folgen durch die Untersuchung befürchten. Es reicht aber nicht aus, sich nur auf den plötzlichen Herztod zu beschränken, sondern es lassen sich auch andere kurz- oder langfristige sportinduzierte Risiken oder Schäden durch sportkardiologisches Screening reduzieren (Löllgen et al. 2015).→Herzinsuffizienz                                                                                                                                                                            Psychologen haben mit einem Fragebogen als Screeninginstrument (WHO-5) das Vorkommen subjektiver Depressivität bei Sportlern erfasst und als relevant befunden (Spengler et al. 2013).

 

Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Screening


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.