Psychologie

31. März 2022 P 0

Psychologie (psychology), griech. psychología, wörtlich: Seelenkunde; „empirische Wissenschaft vom menschlichen Erleben und Verhalten(Wörterbuch Psychologie 2004) mit den Hauptgebieten empirische, theoretische und philosophische Psychologie. Zur empirischen Psychologie zählen eine Reihe von Nebengebieten, die für die Arbeit des Trainers bedeutungsvoll sind, wie Entwicklungspsychologie, Sozialpsychologie, Pädagogische Psychologie, Medienpsychologie, Ernährungspsychologie, Sozialisationspsychologie und Sportpsychologie.

Wesentliche Felder der Psychologie im Sport (vorrangig Leistungssport) sind (nach Baumann 2018):

Zusammengefasst liegen die Schwerpunkte der Psychologie im Sport einmal in der Aus– und Weiterbildung der Trainer und zum anderen der Beratung, Betreuung und Behandlung von Sportlern.  Der Psychologe „ist dabei dem steten Wechselspiel der Diagnose, der Beratung, des Helfens und Unterstützens, der aktiven Beeinflussung, der psychoregulativen Vermittlung und dem zurückhaltenden Beobachten der Ergebnisse seiner Arbeit unterworfen“ (ebenda, S. 15).

Im Swimming: Handbook of sports medicine and science werden Rolle und Einfluss psychologischer Faktoren auf die Leistung im Schwimmen betont. Eine Voraussetzung ist bereits eine Eignung für Ausdauersportarten von der Persönlichkeit her. Eine weitere wichtige Rolle spielen die Stimmung, die psychische Reaktion auf Trainingsbelastungen, die Vorstartangst, das psychologische Verhalten im Wettkampf und das Visualisierungsvermögen (Raglin & Hale, 2005).

Exkurs: In meinem Alltag erlebe ich in der Regel zwei Reaktion auf meine Tätigkeit als Psychologin: starkes Interesse oder eine direkte Skepsis. Letzteres entsteht durch das Vorurteil, für mich „gläsern und manipulierbar“ zu sein oder das nur „kranke Menschen“ etwas mit Psychologie zu tun haben. Das geht natürlich nicht mit dem Bild eines gesunden Sportlers einher. Dieses Klischee ist grundlegend falsch! Oder wird einem Sportler, der regelmäßig, gar täglich zum Arzt oder Physiotherapeuten geht, gleich unterstellt, dass er krank und nicht mehr geeignet sei? Ich bin mir sicher, dem ist nicht so. Viel häufiger kommen Sportlern und Funktionären mittlerweile Gedanken an Vorbereitung, Gesundheitserhalt, Leistungstests- und Optimierungen direkt in den Sinn.“ (W. Schwarz in www.die-sportpsychologen.de   vom 2.09.2016)

„Die Psychologie ist eine Wissenschaft, die uns über den Menschen Dinge, die jeder weiß, in einer Sprache lehrt, die keiner versteht.“ (Unbekannt)

Mehr zum Thema: http://www.spektrum.de/alias/r-hauptkategorie/was-ist-psychologie/1073423– Zugriff 31.03.22


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