Psyche

28. März 2022 P 0

Psyche (psyche), griech. ψυχή, „Hauch, Atem“; Als „Ort menschlichen Denkens und Fühlens“ (Wikipedia) Gegenstand der Psychologie und Medizin (Psychotherapie), im Gegensatz zum Leib, heute meist auf mentale Prozesse bezogen. Die moderne Wissenschaft erklärt die Psyche immer mehr aus dem „Zusammenspiel von Millionen Hirnzellen, Aminosäuren und anderen Molekülen“ (Holsboer in SPIEGEL 18/2009, S. 138). Obwohl Psyche oft mit „Seele“ übersetzt wird, ist das nach heutiger Auffassung nicht korrekt. Die Psyche ist die Summe aller menschlichen Wahrnehmungen und des Denkens, während die Seele alle menschlichen Gefühlsregungen zusammenfasst (http://symptomat.de/Psyche). →Training, mentales; →Vorstartzustand; →Motivation, →Depression, →Angst

Im Leistungssport wird sportliche Leistung unter sogenannten „Druckbedingungen“ verlangt – im Wettkampf „geht es um etwas“, für einen selber oder für andere, oftmals sind Zuschauer anwesend und eine schlechte Leistung, ein Fehler kann nicht so einfach korrigiert werden.“ (Ehrlenspiel et al. 2017). Aber auch das Training geht oft an die Grenzen des Machbaren und erfordert neben dem „Training der Muskeln“ auch zunehmend das des „Kopfes“. So muss es in das Bewusstsein von Sportlern, Trainern, Eltern und der Öffentlichkeit gelangen, dass es völlig normal ist – oder sein sollte –bestimmte Lebensphasen und Aufgaben psychologisch begleiten zu lassen. Das scheitert oft an der unzureichenden Qualifikation der Trainer (Minimum an psychologischer Ausbildung), aber auch mancher (Schein-)psychologen („Mentaltrainer“ usw.) bis zum Mangel an Honorar für Konsultationen.

Exkurs: „Richtig in den Fokus eines breiteren Interesses geraten sportpsychologische Fragen oftmals „nur“ dann, wenn ein mit hohen Erwartungen in einen wichtigen Wettkampf gehender Spitzensportler oder ein mit Vorschusslorbeeren bedachtes Team bei einer Weltmeisterschaft die eigenen sportlichen Ziele (und damit auch die der Öffentlichkeit und Medien) nicht erreicht – und dann nach Erklärungen sucht. Dann wird nicht selten der Ruf nach sportpsychologischer Betreuung und Begleitung laut. Wenn dann etwas genauer geschaut wird, welche psychischen Probleme auftauchen (können), so sind das Lampenfieber und in der Folge Angst bzw. Stress in Wettkampfsituationen, fehlende Konzentration auf die sportliche Leistung, die Selbststeuerung mittels mentaler Techniken. Genauso wichtig sind aber auch die Wahrnehmungsprozesse im Training und Wettkampf, die mit Hilfe psychischer Techniken und psychologischer Interventionen beeinflusst und verbessert werden können und die so einen Beitrag zur sportlichen Leistung liefern können.“ (Baumann 2011)

„Ein Trainer muss ein Bild von dir als Gewinner im Kopf haben. Das gibt dir enorm viel Kraft.“ Dorothea Brandt (DSV-Nationalkader)

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