Sanguiniker

31. März 2023 S 0

Sanguiniker (sanguine type), lat. sanguinicus „Blut“; auf HIPPOKRATES zurückgehender Temperamentstyp, der durch ein lebendiges, extravertiertes und fröhliches Wesen, aber wechselhafte Stimmungslage beschrieben wird. Dazu Benneke (http://www.mensch-und-psyche.de/typenmodelle/temperamentenlehre/– Zugriff 31.03.23):

„Sanguiniker kommunizieren mimisch und gestisch expressiv, sprechen mitreißend und warmherzig, nehmen es dabei aber mit der Wahrheit nicht immer ganz so genau. Sie haben selten die Ruhe aufmerksam zuzuhören, lassen sich leicht ablenken und wirken unkonzentriert. Sie versuchen mit möglichst vielen Menschen in Kontakt zu kommen und stehen dabei gerne im Mittelpunkt, da viele von ihnen süchtig nach Anerkennung und Bewunderung sind. Sanguiniker können andere verletzen, ohne es selbst zu merken. Obwohl Sanguiniker mitfühlend sind und einen großen Freundes- und Bekanntenkreis haben, sind Freundschaften mit ihnen jedoch oft oberflächlich. Sie sind wenig zuverlässig und vergessen oft ihre Verabredungen und Versprechungen, weil sie unorganisiert und undiszipliniert sind. Leicht sind sie für Neues und Unbekanntes zu gewinnen und haben die Gabe, eine motivierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Leider beenden sie selten Projekte und erreichen daher auch kaum ihre Ziele. Ideen zu haben und andere davon zu überzeugen, bereitet ihn mehr Freude als zu arbeiten.“ (2010/11)

Exkurs: Aus wissenschaftlicher Sicht ist das Modell der Temperamente, wie auch die Humoralpathologie („Viersäfte“-Theorie aus dem Mittelalter), überholt und spielt in der modernen Persönlichkeitspsychologie keine Rolle mehr. Zudem ist zu beachten, dass es keine reinen Temperamentstypen entsprechend der klassischen Terminologie gibt. Jeder Mensch verkörpert als „Mischtyp“ mit mehr oder weniger deutlicher Dominanz einen Temperamentstyp. Deshalb ist eine Empfehlung für bestimmte Sportarten nach Temperamentstyp kritisch zu sehen.

„Die Sanguiniker sind die geborenen guten Gesellschafter, und ebenso die Genußmenschen, die Lebenslustigen, die Bonvivants“ Richard Rothe (1799-1867); Deutscher Theologe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert