Aktivationsregulation (activation regularization), die Aktivationsregulation geht davon aus, dass es zur Anforderungsbewältigung ein optimales Aktivationsniveau gibt (YERKES-DODSONsches Gestz). Übersteigt die Aktivierung das Aktivationsoptimum, fällt die Leistung ab, z.B. ist das Aktionsoptimum bei feinmotorischen Handlungen geringer. Zur Regulation der spezifischen Handlungsvoraussetzungen ist es erforderlich, den angemessenen Aktivationsgrad einzuregeln. Dabei werden zwei Vorgehensweisen unterschieden: Absenken des Aktivationsniveaus ...
Aktivation (activation), übernommen aus dem Englischen für „Aktivierung“; in der Psychologie die Erregung von neuralen und psychischen Prozessen durch innere und äußere Reize, die Aktionen vorausgeht und begleitet (Dorsch, 1976, S. 17), auch Grad der Aufgeregtheit und Wachheit. Ein optimales Erregungsniveau (höchste Leistungsfähigkeit) wird im mittleren Bereich zwischen den extremen Polen der niedriger Aktivation (z. ...
Akkommodation (accommodation), lat. accommodare „anpassen“, „adaptieren“, „anlegen“, „festmachen“; Anpassung. In der Lernpsychologie spricht man von kognitiver Akkommodation und meint damit: Anpassung im Denken und Handeln an die Bedingungen der Umwelt. →Assimilation Beispiel: Ein Kleinkind hat am Smartphone begriffen, wie man Bilder mit Fingerbewegungen vergrößern kann. Es macht die gleichen Bewegungen an der Glaswand ...
Aggressivität (aggressiveness), lat aggressio „heranschreiten; sich nähern; angreifen“; länger andauernde Bereitschaft zu aggressivem Verhalten. →Aggression
Aggression/Aggresivität (aggression), lat aggressio „heranschreiten; sich nähern; angreifen“; Verhalten, das darauf ausgerichtet, andere Personen oder Sachen zu schädigen. Aggression kann sich physisch durch Schlagen, Töten, körperliches Bedrohen, verbal durch Beleidigen, Spotten oder nonverbal durch Gesten, Mimik, verdeckt in der Phantasie, indirekt durch Sachbeschädigung, Nachrede, Mobbing, Schikane und emotional durch Stress, Ärger, Wut, Hass äußern (www.wikipedia.de). ...
Affirmation (affiermation), lat. affirmatiō „Versicherung, Beteuerung“; Zustimmung, Bejahung; in der Autosuggestion das Ersetzen negativer Bilder, Vorstellungen, Gedanken durch positive. Auf den Sport übertragen „ein bekräftigender Satz, der autosuggestiv das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten steigern soll“. Damit wird noch nicht das aktuelle Handeln verändert, aber die „innere Situation des Augenblicks“ (aus „Ich habe Angst!“ wird ...
Afferenzsynthese (afferencsynthese), im “funktionellen System” von Anochin (1967) neben Aktionsakzeptor, Aktionsprogrammbildung und Rückmeldungsverarbeitung die Ebene bzw. das Glied, das den Handlungsentwurf in Abhängigkeit vom Handlungsspielraum und dem Funktionswert alternativer Ziele oder Wege bewerten hilft. Die Afferenzsynthese bringt alle Reize, die in einem bestimmten Zeitraum in das Nervensystem gelangt sind und physiologische und psychologische Reaktionen ausgelöst ...
Affektkontrolle (affective control), lat. affectus „Zustand, vor allem: Leidenschaft, Gemütserregung, Begierde“; Fähigkeit, sich eine unmittelbare Belohnung zu versagen, um später eine größere Belohnung zu erhalten als Basis erfolgreichen Handelns. →Affekt Exkurs: Der amerikanische Psychologe Mischel hat bei einem Test Kindern im Vorschulalter einen Marshmallow (Schaumzucker) angeboten. Dabei konnten sie wählen: sofort essen oder warten bis ...
Affekthandlung (emotional act), lat. affectus „Zustand, vor allem: Leidenschaft, Gemütserregung, Begierde“; durch psychische Belastung verursachte unkontrollierte Verhaltensweise („Kurzschlusshandlung“), die das Ergebnis von Handlungen in Frage stellen kann. Sie wird durch Ermüdung, Minderwertigkeitsgefühle, psychische Übersättigung, Angst, Erwartungsdruck oder Enttäuschung gefördert. Physiologisch betrachtet erregt der Sympathikus vom Hypothalamus ausgehend die Nebennieren und bewirkt eine verstärkte Ausschüttung der ...
Affekt (affect), lat. affectus „Zustand, vor allem: Leidenschaft, Gemütserregung, Begierde“; extremer Erregungszustand, in dem das Handeln außer Kontrolle gerät (Baumann, 1993, S.220), meist kurzzeitiges starkes Gefühl wie Jubel, Zorn, Wut, Schreck, Entsetzen, Kummer, Trauer in Verbindung mit körperlichen Begleiterscheinungen wie Rötung oder Blässe, Schweiß und Tränen. Die Diskrepanz zwischen dem Ergebnis der Selbstwahrnehmung und den ...