Zentrieren

17. August 2017 Z 0

Zentrieren (centering), lat. cenrum „Mitte“; auf die Mitte ausrichten, z.B. Auswuchten eines Rades, das nicht mehr rund läuft.

In der Psychologie eine besondere Art der Innenkonzentration (→Konzentrationsfähigkeit), die durch eine kurzfristige, augenblickliche Verinnerlichung gekennzeichnet ist („entspannte Kontrolle des augenblicklichen Ichzustandes“) (Baumann, 2006). Auch als Tendenz zur Fokussierung auf das Wesentliche eines Objektes. Es ist die beste Möglichkeit, über physische Anspannung und mentale Ablenkung augenblickliche Kontrolle zu gewinnen (Nideffer, 1980).

„Die Unfähigkeit des Kleinkindes, sich in die Rolle eines anderen hineinzuversetzen, den Blickwinkel eines anderen einzunehmen oder die eigene aktuelle Sichtweise (Wahrnehmung oder Meinung) als eine unter mehreren Möglichkeiten zu begreifen, wird als Egozentrismus bezeichnet. Dieser kann durch sozialen Austausch, durch Widerspruch und Konflikt der „Ansichten“, der Erfahrung und Speicherung unterschiedlicher Ansichten überwunden werden“. (http://www.klauslorenzen.de/psychologie/voropera.htm)-

Beispiel:  für Zentrierung als eine einfache, aber effektive Methode, den negativen Auswirkungen der Angst gegenzusteuern:

  • Füße flach und schulterbreit auseinander auf den Boden stellen, die Arme hängen locker seitlich neben dem Körper;
  • Augen schließen und gleichmäßig ein- und ausatmen. Beim Einatmen nimmt die Spannung im Oberkörper zu, beim Ausatmen lässt sie langsam wieder nach.
  • tief aus dem Bauch heraus einatmen und  dabei die Spannung im Bereich von Gesicht, Hals und Schultern und Brustkorb halten.Beim Ausatmen die Spannung lösen und auf das Schweregefühl i m Bauch konzentrieren;
  • gleichmäßig atmen und dabei die ganze Aufmerksamkeit in sich selbst hinein zum Bereich unmittelbar hinter dem Nabel lenken;
  • Aufmerksamkeit auf diese Stelle gerichtet halten und normal weiteratmen; Gefühl: sehr kontrolliert, schwer und ruhig;
  • bei jedem Ausatmen an ein Wort denken, das sich mit den körperlichen Empfindungen und der gewünschten mentalen Fokussierung verbindet, z.B. ‚locker’, ‚ruhig’, ‚konzentriert’, ‚wach, ‚stark’ usw.

(nach: https://www.trainingsworld.com/training/mentaltraining/ursachen-wettkampfangst-methoden-angstbewaeltigung-1276748/)


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