Ausgangsstellung

17. März 2017 A 0

Ausgangsstellung (starting position), Position vor Beginn einer Übung (Sport) oder eines Angriffs (Militär).

Im Schwimmwettkampf die Position, die der Sportler nach der Aufforderung des Starters auf dem Startblock einnimmt, den er mit der ersten Bewegung als Reaktion auf das Startsignal verlässt. Dabei ist eine sichere, ruhige Körperposition anzustreben mit Gewichtsverlagerung auf den Vorderfuß (→Greifstart) bzw. auf das zurückgestellte Bein (→Schrittstart), die zugleich die Möglichkeit bietet, schnell äußere Kräfte für eine Vorverlagerung des Körperschwerpunktes wirksam zu machen (Dietze & Saborowski, 2005). Nach den Wettkampfbestimmungen (WB-DSV §125, Stand 01/2016) hat der Schwimmer (in allen Disziplinen außer Rücken) nach dem Kommando „Auf die Plätze“ bzw. „Take your marks“ sofort seine Startposition einzunehmen. Der Rückenschwimmer muss sich mit dem Gesicht zur Startwand mit beiden Händen an den Startgriffen (so weit möglich) aufstellen. Es ist nicht erlaubt, in oder auf der Überlaufrinne zu stehen oder die Zehen über den Rand der Überlaufrinne zu beugen.

Sobald sich alle Sportler ruhig verhalten bzw. sich nicht mehr bewegen, wird das Startsignal gegeben. Verzögert ein Sportler das Einnehmen der Startposition oder bewegt sich ein Sportler nach Ermessen des Schiedsrichters vor dem Ertönen des Startsignals, ist er zu disqualifizieren.

2014 hat die FINA für den Start im Rückenschwimmen eine Rückenstarthilfe zugelassen, die aus einer beweglichen Fußleiste besteht, die an der Beckenwand in verschiedenen Stufen unter oder über dem Wasser festgestellt werden kann. Von dieser können die Rückenschwimmer beim Start dann abspringen. Die Benutzung ist jedem Schwimmer selbst überlassen, es müssen jedoch die zur Verfügung gestellten (von der FINA genehmigten) Rückenstarthilfen Verwendung finden. Beim Einsatz der Rückenstarthilfe müssen die Zehen beider Füße mit der Wand oder mit der Anschlagmatte in Kontakt sein. Dabei ist es nicht zulässig, die Zehen über die Kante der Anschlagmatte zu beugen (WB §125, 3c, Stand Januar 2016)

 

Mehr zum Thema:

-Dietze/Saborowski (2004): Kriterien für die Technikbewertung von Starts und Wenden im Sportschwimmen zur Ableitung spezifischer Anforderungen im Techniktraining. In Bundesinstitut für Sportwissenschaft (Hrsg.), BISp Jahrbuch. Bonn: Eigenverlag. 239-245

Küchler, J. (2014). Schwimmtechnik – variabel verfügen und wettkampfstabil. In: Rudolph et.al. Wege zum Topschwimmer – Hochleistungstraining. Hofmann-Verlag, Schorndorf. S. 134-155

– Graumnitz, J. (2011). Erhöhung der Antriebsleistungen beim Startsprung im Sportschwimmen. Diss. Uni Leipzig, 15.08.2011

http://www.dsv.de/fileadmin/dsv/documents/schwimmen/Amtliches/160201_WB_FTSchwimmen_Stand-Januar-2016.pdf

 

Video: http://www.swimsportnews.de/index.php/21-startseite/international/kurzmeldungen-int/3348-video-fina-erklaert-die-neue-rueckenstarthilfe

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.