Bewegungstempo

22. März 2017 B 0

Bewegungstempo (movement pace), als zeitliche und räumlich-zeitliche Dimension von Bewegungen ein Merkmal der Bewegungsgeschwindigkeit und mit starker Beziehung zu Bewegungsrhythmus, Bewegungsfluss und Bewegungspräzision. Besonders bei Kindern leidet oft die Präzision der Bewegung durch zu hohes Bewegungstempo (→Frequenz).

Bewegungstempo betrifft im Schwimmen sowohl die Dauer des Einzelzuges (→Einzelarbeit) als auch Bewegungsfolgen (Frequenz), z.B. zu spätes Wasserfassen, zu hohe Zugfrequenz. Kinder sollten lernen; ihre Züge pro Bahn mit geringem Bewegungstempo schnell zu schwimmen (Leitsatz von Turetzki, Trainer von Popov). Im Hochleistungstraining sollte der Stroke-Index hinzugezogen werden. →Frequenz-Vortrieb-Verhalten

Bei Fehlern im Bewegungstempo sollte der Trainer zunächst nach den Ursachen forschen, die auf konditionelle (Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit), koordinative oder technische Mängel zurückgeführt werden können. Zudem äußern sie sich auch im Bewegungsrhytmus, Bewegungsfluss oder der Bewegungskopplung. „Das Bewegungstempo als elementares und gut messbares Merkmal besitzt darum auch hinführenden, heuristischen Charakter, indem wir mit seiner Hilfe einen Zugang zu den komplexeren Merkmalen finden, um sie dann andererseits aber mithilfe dieses Merkmals genauer charakterisieren zu können“ (Meinel & Schnabel 2007, S.137).


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