Placebo

28. Juni 2017 P 0
Placebo (placebo), lat. placere „ich werde gefallen“; „Scheinmedikament“, das ohne Wirkstoff nur durch Suggestion die Leistung steigert. Placebo werden bei Arzneimittelversuchen („Doppelblindversuche“) eingesetzt, um die subjektiv-psychische von der objektiv-pharmakologischen Wirkung eines Medikaments zu unterscheiden. Eine amerikanische Studie konnte nachweisen, dass für den Erfolg von Scheinmedikamenten es nicht zwingend nötig ist, dass man sie für echt ...

Planmaterialien

28. Juni 2017 P 0
Planmaterialien (planning documents), Gesamtheit der für den Trainingsprozess erforderlichen Pläne. Borde (in Schnabel & Thiess 1993) erweitert die Planmaterialien auch auf Analysematerial wie Trainingsdokumentation, Leistungs– und Wettkampfanalysen. →Planung, →Rahmentrainingsplan, →Individueller Trainingsplan, →Grundkonzeption, trainingsmethodische, →Trainingssteuerung, →Mehrjahresplan, →Gruppentrainingsplan Nach der Atttributenliste des DOSB werden zur Bewertung der Fachverbände auch Planmaterialien (Rahmentrainingskonzeptionen) herangezogen, wobei besonders auf „Meilensteine“ (Normwerte) ...

Plantarflexion

28. Juni 2017 P 0
Plantarflexion (plantar flexion), lat. planta „Fußsohle“; Beugung des Fußes in Richtung Fußsohle. Eine gute Plantarflexion ist in einigen Sportarten unerlässlich, so für Haltungsnoten wie im Wasserspringen oder für einen effektiven Vortrieb, besonders in den Schlagschwimmarten. So erreichen z.B. gute Delfinschwimmer einen Beugewinkel von 90° (→Delfinbewegung), die zu 90% der dreiköpfige Wadenmuskel ermöglicht. 90% des Antriebs ...

Planung

28. Juni 2017 P 0
Planung (planning), gedankliche Abfolge von Mittel und Methoden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Training wird in der Trainingswissenschaft eindeutig als planmäßige Entwicklung sportlicher Leistung verstanden. Konkret wird die Phase von der Genehmigung des Planes bis zum Beginn seiner Realisierung als Planung bezeichnet. Diese Phase wird leider oft besser beherrscht als die Umsetzung. Grundlage der ...

Plastikindex

28. Juni 2017 P 0
Plastikindex (PI) (plastic index), In der Anthropometrie ein Index aus der Addition von Schulterbreite, Unterarm- und Handumfang zur Lokalisierung des Körperbautyps auf der Ebene der hyper- bis hypoplastischen Wuchstendenz nach Conrad (1963). Der PI ist im Kindes– und Jugendalter starken wachstumsbedingten Schwankungen unterworfen (Fröhner & Wagner 2002). Nach eigenen Untersuchungen im Schwimmen differieren beide Geschlechter ...

Plastizität, neuronale

28. Juni 2017 P 0
Plastizität, neuronale (plasticity, neural), Unter Plastizität versteht man allgemein Verformbarkeit; in der Biologie/Soziologie die Fähigkeit der Lebewesen, sich der Umwelt anzupassen. Dadurch ist der Mensch über seine genetische Bestimmtheit (→Genotyp) hinaus weitgehend bildsam und erziehbar. Neuronale Plastizität beschreibt den Umbau neuronaler Strukturen von der Nervenzelle bis zu Hirnarealen (Quelle s.u.). Neuronale Plastizität ist besonders bei ...

Platz

28. Juni 2017 P 0
Platz (rank; position), im Leistungsvergleich eingenommener Rang nach einem Wettkampf oder in einer Bestenliste. Besonders die Platzierung in der Bestenliste ist eine gute Grundlage für Leistungsanalysen, die Planung von Leistungszielen und Nominierungen. So gibt der 12. Platz der bereinigten Weltbestenliste (nur zwei Vertreter pro Nation in Wertung) etwa das Niveau an, mit dem das Finale ...

Plyometrie

28. Juni 2017 P 0
Plyometrie (plyometrics), griech. pleiôn „mehr“ uns metreô „messen“; Form des Schnellkrafttrainings, die auf dem Dehnungsreflex der Muskeln und der Kontrolle über diesen sowie des Muskelspindelapparates beruht. Das Belastungsmaximum tritt während der Verlängerung der Muskulatur bei exzentrischer Ausführung auf (= negative Arbeit). Bei 14jährigen Schwimmern konnten durch plyometrisches Training deutliche Verbesserungen im Sprung (→squat jump), Abstoß ...

Pointrace

28. Juni 2017 P 0
Pointrace/ Point race (engl.), eigentlich „Punkterennen“; übertragen auf die Trainingsmethodik ein Verfahren um den Sportler zu langen Zykluswegen anzuhalten ohne an Schwimmgeschwindigkeit zu verlieren, indem Sekunden und Zyklenzahl addiert werden (z.B. 30 sec + 25 Zyklen über 50m = 55 Punkte). Ziel ist immer, niedrigere Punktzahlen zu erreichen. →Frequenz-Vortriebs-Verhalten