Placebo

28. Juni 2017 P 0

Placebo (placebo), lat. placere „ich werde gefallen“; „Scheinmedikament“, das ohne Wirkstoff nur durch Suggestion die Leistung steigert. Placebo werden bei Arzneimittelversuchen („Doppelblindversuche“) eingesetzt, um die subjektiv-psychische von der objektiv-pharmakologischen Wirkung eines Medikaments zu unterscheiden.

Eine amerikanische Studie konnte nachweisen, dass für den Erfolg von Scheinmedikamenten es nicht zwingend nötig ist, dass man sie für echt hält – solange man davon überzeugt ist, dass sie helfen (Kaptschuk et al.2010). Auf diesen Zusammenhang stützt sich die Homöopathie als Pseudowissenschaft.                                 US-Wissenschaftler verabreichten ihren Probanden unwirksame Placebo-Tabletten, die sie aber als leistungssteigerndes Anabolikum anpriesen. Im Verlauf von vier Wochen stiegen Kraft und Ausdauer der Probanden daraufhin tatsächlich überproportional an (Beispiel bei Broelz 2014). Selbst wer an die positiven Effekte von Sport und Bewegung glaubt, profitiert stär­ker davon (Mothes et al. 2016). Der Erfolg heiligt die Mittel. →Homöopathie

 

Ein Placebo wirkt nicht durch seine Inhaltsstoffe, sondern dadurch, dass der Arzt es verabreicht. (Quelle s. u.)

 

Mehr zum Thema: http://www.onmeda.de/medikamente/placebo_effekt.html


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