Geschwindigkeitsbereiche

21. Mai 2017 G 0

Geschwindigkeitsbereiche (velocity ranges), in der Technik optimaler Bereich der Geschwindigkeit unter dem Aspekt der Effizienz (z.B. Verschleiß) oder der Gefahrenbegrenzung (z.B. Autoreifen).

Mit der Technologie des Global Positioning System (GPS) konnten Geschwindigkeit, Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit der Zeit-Bewegungsanalyse von Feldsportlern verbessert und Empfehlungen für sportartspezifische Geschwindigkeitsbereiche abgeleitet werden (Dwyer & Gabbett, 2012). Im Schwimmen beschränken wir uns auf die Klassifizierung der Schwimmgeschwindigkeiten in m/sec (oder Zeit) und in Relation zur Wettkampfgeschwindigkeit (=100%) einer definierten Strecke. Die Geschwindigkeitsbereiche werden als Vorgaben für das Training in den verschiedenen Trainingsbereichen genutzt, sind aber wegen der ungenau zu bestimmenden aktuellen Bestzeit (→Bestleistung) oder dem Fehlen von entsprechenden Vorgaben über alle im Training zu schwimmenden Strecken für die Trainingspraxis problematisch. Deshalb hat sich im Schwimmen die Trainingssteuerung nach Belastungszonen durchgesetzt, wobei vorwiegend physiologische Parameter zu Grunde gelegt werden. Im Laufen werden zum Beispiel 97% der Zunahme des Stoffwechsels über den gesamten Geschwindigkeitsbereich aus der Rate der Kraftgewinnung und dem Volumen der aktiven Beinmuskulatur erklärt (Kipp et al. 2018). Im Schwimmen können z.B. bei „Armarbeit“ an der aeroben Schwelle höhere Geschwindigkeiten als bei „Beinarbeit“ erreicht werden, was u.a. mit der größeren Muskelmasse der Beine erklärt werden kann (Palve & Keskinen, 1997).  →Puls, →Laktat, →Geschwindigkeitsmessung


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