Geschwindigkeitsmessung

21. Mai 2017 G 0

Geschwindigkeitsmessung (velocity-measurement; speedometry), Bestimmung der Schwimmgeschwindigkeit mittels direkter (→Speedografie) oder indirekter Messverfahren (s.u.). Während die bei Wettkampfanalysen ermittelte Schwimmgeschwindigkeit („clean speed“) nur das Mittel der Geschwindigkeit über eine bestimmte Strecke ist, wird bei Bild-/Filmanalysen an fixen Punkten (Hüfte/ KSP) die intrazyklische Schwimmgeschwindigkeit berechnet, die in Verbindung mit dem Film/Bild auf Stärken und Mängel der Schwimmtechnik hinweist. Das ist aber zeitaufwendig und mühselig. Deshalb werden vollautomatische Lösungen über Algorithmen angestrebt, indem aus einem konstanten Strom von Einzelbildern die Bilder ausgesucht werden, die eine von Experten bestimmte Pose zeigen (z.B. bestimmte Armhaltung). In wenigen Minuten können je nach Länge der Videoaufnahmen die Schlüsselpositionen bestimmt und kinematische Parameter abgeleitet werden (Lienhart & Küchler, 2016). Biomechaniker und Ingenieure sind weiterhin am Basteln. So stellten zum XII. Internationalen Symposium für Biomechanik und Medizin im Schwimmen 2014 Brasilianer einen angeblich kostengünstigen „Mikrokontroller“ vor (Ferreira da Cruz et al. 2014). →Videotechnik, →Zeitmessung

Das „Fußvolk“ wird sich weiterhin mit dem Mittelmaß begnügen müssen: Stecke dividiert durch Zeit = Geschwindigkeit


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