Geschwindigkeitsbarriere

21. Mai 2017 G 0

Geschwindigkeitsbarriere (velocity barrier), Grenze in der Entwicklung der Schnelligkeit durch Bewegungsstereotype (→ Stereotyp, dynamisch-motorischer). Wiederholtes Schnelligkeitstraining mit gleichen Inhalten, Methoden und Belastungen führt zur Verfestigung der räumlichen und zeitlichen Bewegungsstruktur. Veränderungen sind kaum noch möglich, wenn nicht Trainingsreize gesetzt werden, die dem Sportler fordern, seine Maximalgeschwindigkeit zu überbieten. Oft hilft auch ein Wechsel der Schwimmart, z.B. von Kraul zu Schmetterling. Im Schwimmen ist die Gegenstromanlage ein hervorragendes Trainingsmittel zur Überwindung der Geschwindigkeitsbarriere, da der Schwimmer „gezwungen“ wird, Geschwindigkeiten zu schwimmen, die er im Schwimmbecken nicht erreicht. Im Becken sind der „Läufer“ (aus dem Anlauf mit Sprung ins Wasser und danach Halten der Geschwindigkeit über 3-5 Züge) oder Schwimmen an Stretchbändern mögliche Trainingsmittel (MARSH 1997). Da „Sprinter“ diese Geschwindigkeit im Wettkampf mindestens 20-30 sec halten sollten, ist die neue Geschwindigkeit in die Schnelligkeitsausdauer überzuleiten. Dazu sind Trainingsphasen von etwa drei Monaten mit mindestens dreimaligem Einsatz pro Woche erforderlich.


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