Hyperoxie

28. Mai 2017 H 0

Hyperoxie (hyperoxia), griech. hyper „über, mehr“ und oxygenium für „Sauerstoff“; erhöhter Sauerstoffpartialdruck der Atemluft (im arteriellen Blut >300 mmHg), im Gegensatz zu Hypoxie. In der Medizin umgesetzt durch künstlicher Beatmung oder in Überdruckkammern (→hyperbare Oxygenation). Akute Sauerstoffatmung erlaubt höhere Belastungsintensitäten im Vergleich zu Training bei normalen Sauerstoff-Partialdruck (Normoxie). Sauerstoffatmung während körperlicher Arbeit verbessert u. a. die Sauerstoffaufnahme und reduziert gleichzeitig den Blutlaktatspiegel und das subjektives Belastungsempfinden (Zinner & Sperlich, 2019). Nach einer Megaanalyse scheinen sich Bewegungstraining und Erholung, ergänzt durch hyperoxisches Gas, positiv auf die spätere Trainingsleistung auszuwirken. Aber geringe Stichprobengröße und große Unterschiede in den experimentellen Protokollen lassen endgültige Schlussfolgerungen nicht zu (Mallette et al. 2018). →Hyperoxietraining

Zunehmend kommt die Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT) bei allen mitochondrialen Dysfunktionen zum Einsatz. Ebenso habe sich die Methode zur Leistungssteigerung und Trainingssteuerung bestens bewährt (http://www.vnsanalyse.de/files/userdata/Aktuelles/Sonderdruck_Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie_Bortfeld.pdf, Zugriff am 13.08.2019).

Mehr zum Thema: Zinner & Sperlich (2019). Auswirkungen des hyperoxischen Trainings auf die menschliche Leistungsfähigkeit. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin (70)5, 123-128 (https://www.germanjournalsportsmedicine.com/archiv/archiv-2019/issue-5/effects-of-hyperoxic-training-on-human-performance/– Zugriff 13.08.2019)


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