Klimakterium

07. Juni 2017 K 0

Klimakterium (climacteric), griech. klimaktér „Stufenleiter, kritischer Zeitpunkt im Leben“; Wechseljahre der Frau, die individuell sehr unterschiedlich zwischen dem 35.- 45. und 56.- 65. Lebensjahr liegen. Das Klimakterium ist durch eine Reihe hormoneller, körperlicher und psychischer Veränderungen geprägt, die zu Hitzewallungen, Schweißausbruch, Libidomangel, Schwindelanfälle bis zu Schlaflosigkeit und Depressionen führen können. Der Rückgang des Östrogens begünstigt als wichtigste hormonelle Änderung in dieser Phase das Auftreten von Osteoporose (Rückgang von Knochenmasse). Nun die gute Nachricht: Die meisten dieser Beschwerden verschwinden nach dem Klimakterium wieder. Und:

1/3 der Frauen hat in dieser Zeit keine, 1/3 gut tolerierbare Beschwerden und „nur“ 1/3 leidet unter den Wechseljahrbeschwerden.

Auch Männer haben angeblich ab Lebensmitte Wechseljahre (Klimakterium virile), die weniger auf biologische Veränderungen als auf die Geschäftsinteressen der Pharmaindustrie zurückzuführen sind (Testosteron-Nachschub).

Sport und eine gesunde Lebensführung wirken sich positiv auf viele der klimakterischen Veränderungen aus. Ein gesundheitlich orientierter Sport wird verschiedentlich als Alternative zur Hormonbehandlung gesehen (Rost, 2002). Der in diesem (Masters-) Bereich arbeitende Trainer sollte die Symptome kennen und berücksichtigen. Für den Umgang mit dem einen Drittel (s.o.) sollte er sich des Umgangs mit seinen pubertierenden Kindern erinnern. Hier ist auch mehr Vielseitigkeit im Training der Masters gefragt.

„Wechseljahre – Abschiedstanz der Hormone, die ihre erste Tanzstunde zu Beginn der Pubertät hatten.“ © Christina Küfner (*1962), „Gedankenversucherin“

Mehr zum Thema: http://www.apotheken-umschau.de/Wechseljahre – Zugriff 25.11.2019


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