Östrogene

25. Juni 2017 O 0

Östrogene/Estrogene (estrogens), lat. oestrus „Stachel“, „Leidenschaft“; Follikelhormone, zur Gruppe der Steroidhormone gehörend, die bei der Frau die sekundären Geschlechtsmerkmale ausprägen und die Uterusschleimhaut wieder aufbauen (→Follikelphase). Leistungssportliche Belastungen können den normalen Zyklusablauf stören. Besonders bei frühzeitigem Übergang in das Hochleistungstraining (Turnen) kann sich der Eintritt der Menarche verzögern, da es zu einem Abfall des Östrogenspiegels im Blut kommt. Falls diese Regulationsstörungen längere Zeit anhalten, ist medizinisch einzugreifen, sonst besteht die Gefahr von Knochenaufbaustörungen (Osteoporose). Die erhöhte Östrogen-Ausschüttung in der Follikelphase des Menstruationszyklus führt zu einer verbesserten Anpassung der Muskulatur an Belastungsreize. Deshalb ist die zyklische Gestaltung des Trainings von Leistungssportlerinnen in Anpassung an den Menstruationszyklus neu zu überdenken (Platen 2008). →Ovulation

 „Östrogen- und Testosteronmangel führt vor allem in Kombination mit einer unzureichenden Ernährung (Kalziummangel) zu einer Knochenentkalkung (Osteoporose), die sich im Sport in Stressfrakturen und bereits in jungen Jahren in Wirbelkörperbrüchen manifestieren kann. Da die Geschlechtshormone anabole, also z.B. muskelaufbauende Effekte haben, ist die Leistungsfähigkeit und Trainierbarkeit in dieser Mangelsituation eingeschränkt.“ Lebenstedt et al. (2004). Ess-Störungen im Leistungssport, Strauß-Köln (http://www.bisp.de/SharedDocs/Downloads/Publikationen/Athletenbrosch%. C3%BCren/Ess_Stoerungen.pdf?__blob=publicationFile&v=1)

 

Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/%C3%96strogen


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