Blut

22. März 2017 B 0

Blut (blood), Flüssigkeit, die aus Plasma (54%) und Blutkörperchen (46% Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten) besteht und als Transportmittel fast alle Körperfunktionen verknüpft. Zugleich hat Blut wichtige Puffer– und Abwehrfunktionen (Immunsystem).

Da über Blutbilder Funktionsstörungen des Organismus ermittelt, zugleich über Interjektionen Medikamente zugeführt werden können, spielt das Blut in der Sportmedizin ebenfalls eine große Rolle. Durch sportliches Training nehmen Blutvolumen, Hämoglobingehalt und Pufferkapazität zu, während das Hämatokrit abnimmt.

 Beispiele aus Studien im Schwimmen:

  • eine gedrosselte Durchblutung (ischämische Präkonditionierung) vor der Trainingsbelastung zeigte bei 50m-Schwimmleistungen einen vorteilhaften Effekt nach etwa 2 Stunden, der bis mindestens 8 Stunden anhält. Diese Leistungsänderung ging einher mit einer Zunahme der Blutlaktatakkumulation und höheren Zugfrequenzen (Lisbôa et al. 2017). →Blutrestriktionstraining
  • Chronische Hypoxie Akklimatisierungseffekte (Höhentraining) induzieren die Beschleunigung der Produktion roter Blutkörperchen/Veränderung der Hämoglobinmenge, was die aerobe Kapazität und damit die Leistung bei Rückkehr zum Meeresspiegel verbessern kann (Truijens & Rodriguez 2011; Wachsmuth et al. 2010). Nach einem Höhentraining (2300m NN) von drei Wochen stieg bei Schwimmern der polnischen Olympiamannschaft die Retikulozytenzahl im Blut auf das Dreifache, die Erythrozytenzahl um 14,4%,  Hämoglobin um 13,5% und Hämatokrit um 14,8% (Siewierski, et al. 2012)
  • Bei 19 Collegeschwimmer wurden die Thiamin- und Riboflavinkonzentrationen (Vitamin B-Komplex) im Vollblut nach geringerer und hoher Trainingsbelastung gemessen. Thiamin reagierte empfindlicher auf einen Anstieg des Kohlenhydratstoffwechsels, Riboflavin empfindlicher auf Änderungen des Fettstoffwechsels. Da der Prozentsatz der Kohlenhydrate, die als Energieressource verwendet werden, mit der Zunahme der Intensität der körperlichen Aktivität zunimmt, wird die Thiamin-Blutkonzentration als empfindlicher als die Riboflavinkonzentration für einen durch intensives Training verursachten Anstieg des Energieverbrauchs angesehen (Sato et al. 2010).
  • Ein Vergleich einer Schwimm(arobic)gruppe und einer Volleyball(anaerobic)gruppe zeigte einen positiven Effekt auf den Stickstoffmonoxidspiegel im Blutserum bei regelmäßigem Aerobic-Training auf signifikantem Niveau bei Männern, wobei dieser Effekt bei Frauen nicht der gleiche ist. Es gab keine signifikanten Auswirkungen des anaeroben Trainings auf den Stickstoffmonoxidspiegel im Blut (Özkol et al. 2010).
  • Ausdauersportler hatten ein um 30-40% höheres Blutvolumen als untrainierte Personen (Heinecke et al. 2001).
  • Bei der Interpretation von Blutwerten muss der Zeitpunkt der Probennahme und der Einfluss von Belastung immer berücksichtigt werden…Die durchflusszytometrische Methode zur Bestimmung von homologen Bluttransfusionen (Eigenblut) wurde als robust für qualitative, allerdings nicht für quantitative Aussagen bewertet. Die durchschnittliche Nachweisgrenze liegt unter 1% und ist für die meisten Antigene besser als 2%, was unter der Menge Fremdblut liegt, die bei einer Transfusion erwartet wird (Voss 2013).

Letztlich ist eine Trainingssteuerung im Hochleistungstraining ohne den „Zuträger Blut“ kaum noch vorstellbar (Laktat, Harnstoff, Eisen, Kreatinkinase usw.).

„Blut ist ein ganz besondrer Saft“  Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), deutscher Dichter

Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Blut


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