Energieverbrauch

12. April 2017 E 0

Energieverbrauch (energy expenditure; energy consumption), Bedarf an Energie für unterschiedliche Nutzanwendungen; im Sport „Energiebedarf für körperliche Aktivität“ (Kent, 1996, S.102), der in Joule ausgedrückt wird. Der tägliche Bedarf wird vom Grundumsatz und der körperlichen Aktivität (→Leistungsumsatz) bestimmt. →Energieumsatz

Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung werden dazu Referenzwerte empfohlen. Bei einem mittlerer Body Mass Index (BMI) von 22 und geringer körperlicher Aktivität entspricht das einer täglichen Energiezufuhr von 2300 kcal für Männer und 1800 kcal für Frauen im Alter von 25-50 Jahren (https://www.dge.de/presse/pm/wie-viel-energie-braucht-der-mensch/). Bei einem Vergleich des Energieverbrauchs von 35 Sportarten liegt Schwimmen mit 112 kcal in 10 Minuten an 5. Stelle. Hochbelastete Schwimmer (4-5h Training/Tag) lagen bei 5593+/-495 kcal/Tag und damit höher als in Vergleichsuntersuchungen mit Langstreckenläuferinnen (Training), Mt.Everestbesteigern und niedriger als bei Skilangläufer/innen und Tour de France Teilnehmern (Trappe et al. 1997). Im Internet gibt es Energieverbrauchsrechner, wo bei Angabe des Körpergewichts und der Belastungszeit unter 50 Sportarten gewählt werden kann. Schöne Spielerei! Der Leistungssportler sollte sich von qualifizierten Ernährungswissenschaftlern beraten lassen (→Ernährungsberatung).

Im Zeichen der Digitalisierung können inzwischen unterwassertaugliche Uhren automatisch neben Zugfrequenz und Zyklusweg auch den Energieaufwand messen. Um die Genauigkeit im Schwimmen zu ermitteln, schwammen 78 Athleten im Alter von 20-59 Jahren (Frauen: 48%) mit diese Uhren (Apple Watch S2, Apple und Garmin Finex 3HR, Garmin) vier Minuten bei verschiedenen Geschwindigkeiten (0,4, 0,6, 0,8, 1,0, 1,0, 1,2 m/s). Die schwimmspezifischen Parameter wurden zwar genau erfasst, aber die Schätzung des Energieaufwandes war jedoch bei langsamer bis mittlerer Schwimmgeschwindigkeit ungenau (Lee et al. 2018). Der Energieverbrauch korreliert stark mit der Bewegungsökonomie (Figueiredo et al. 2015; Obara & Shiuchi, 1997, Vilas-Boas, 1996) sowie dem Auftrieb des Wassers und der Körperdichte beim Schwimmen (Onodera et al. 1999).


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