Hämoglobin

24. Mai 2017 H 0

Hämoglobin (hemoglobin), roter Blutfarbstoff in den Erythrozyten, an das eiweißartige Häm gebundenes Eisenmolekül, das in der Lage ist, Sauerstoff zu binden (Oxygenierung). Diesen nimmt er in der Lunge auf und transportiert ihn durch die Blutgefäße. Auf dem Rückweg sorgt er für den Abtransport des Kohlendioxids. →Eisen

Als normal gelten folgende Hämoglobin-Werte: Frauen: 12 – 16 g/dl (etwa 7,5 – 9,9 mmol/l), Männer: 13,5 – 17,5 g/dl (etwa 8,4 – 10,9 mmol/l). Die Werte unterliegen unter Umständen starken tageszeitlichen und (saisonalen) jahreszeitlichen Schwankungen sowie Schwankungen von Labor zu Labor.

Das Vermögen Sauerstoff zu binden ist eine Eigenschaft, die durch Training der Grundlagenausdauer besonders unter Höhenbedingungen (→Höhentraining) verbessert werden kann. Somit bestimmt die Hämoglobinmasse die Ausdauerleistungsfähigkeit. „Die bei Elite-Ausdauersportlern vorliegenden Werte sind 40 – 50 % höher als bei Untrainierten und betragen für Frauen ~12g/kg und für Männer ~15g/kg. Eine routinemäßige Bestimmung der totalen Hämoglobinmenge bietet sich zur Kontrolle von Trainingsmaßnahmen, aber auch zur Aufdeckung von Blutmanipulationen an. In der sportmedizinischen Diagnostik können über ihre Kenntnis wertvolle Aufschlüsse bei Störungen des erythropoetischen Systems unterschiedlicher Genese erzielt werden“ (Prommer & Schmidt, 2009). →Dopingkontrolle,Hämatokrit, →Erythropoetin

Mehr zum Thema: Prommer & Schnidt (2009). Hämoglobinmenge und Sport. Dt.Z. f. Sportmedizin, 9 (60), 203/293 (http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/fileadmin/content/archiv2009/heft09/standard_prommer_gf.pdf) – Zugriff 20.06.2019


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