Dopingkontrolle

12. August 2020 D 0

Dopingkontrolle (doping test), Analyse von Urin/Blut nach Training oder Wettkampf. Die WADA hat die „TOP 25“ in ihrem Testpool erfasst. Die NADA legt jährlich mit dem DSV den „nationalen Testpool“ fest, dem sämtliche Bundeskader sowie die Kader eines bestehenden International Registered Testin Pool angehören. Der Testpool wird regelmäßig aktualisiert, s. unter: http://www.dsv.de/der-dsv/anti-doping/hinweise-llgemein/lesen/?tx_ttnews[tt_news]=1405&cHash=a2ff17abe41f80c0a1c14c6783ef3562.

Dort registrierte Athleten haben der NADA genaue und aktuelle Angaben zum Aufenthaltsort und zur Erreichbarkeit zu machen. Der Dopingkontrolle der NADA haben sich alle Athleten zu unterziehen, die dem Anwendungsbereich des NADA-Code unterliegen. Die Kontrollen sind zumeist nicht angekündigt. Die NADA kann Dritte mit der Durchführung der Kontrolle beauftragen. Die Athleten werden bei Trainingskontrollen nach dem Zufallsprinzip oder zielgerichtet nach Ermessen der NADA ausgewählt. Bei Wettkampfkontrollen entscheidet die NADA zusammen mit dem DSV, wobei Qualifikationswettkämpfe, Deutsche Meisterschaften und Länderkämpfe bevorzugt berücksichtigt werden. Bei Einzelwettkämpfen werden in der Regel die drei Erstplatzierten sowie ein weiterer Athlet kontrolliert. Auswerteverfahren s. „Anti-Doping-Regelwerk der NADA“ (www.nada-bonn.de ). →Doping, →Dopingliste,Dopingmittel,

Der zunehmende Aufwand im Kampf gegen Doping sichert den Leistungssport einerseits und „frisst“ ihn zugleich auf. So wurden allein zu den Olympischen Spielen 2008 rund 1000 Kontrolleure eingesetzt. Für den Breitensport ist an der DSHS Köln ein weitaus einfacheres und kostengünstigeres Verfahren entwickelt worden (http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-18732-2015-04-01.html). →Anti-Dopingbeauftragter

Exkurs: Mit dem Anti-Doping-Analyse Management System (ADAMS) der NADA sind die Athleten einem Kontroll- und Überwachungssystem ausgesetzt. Das führt zu einem Spannungsverhältnis zwischen der Dopingbekämpfung und der Integrität der Privatsphäre der Aktiven, die das Systemls notwendiges Ärgernis betrachten und die notwendige Transparenz vermissen. Scharf et al. (2018) plädieren deshalb für ein neues Gleichgewicht innerhalb des Kontrollsystems, bei dem die Athleten als Akteure behandelt werden, d.h. als gleichberechtigte Akteure, die an der Entscheidungsfindung bezüglich des Systems beteiligt sind, und nicht nur als Nutzer und Kunden einer Kontrollschnittstelle.

 „In der Demokratie werden Wähler mit Versprechen gedopt und Ziele nicht erreicht; im Sport werden Ziele mit Doping erreicht und die Zuschauer mit Hymnen gedopt“ Klaas Ockenga, weitere Angaben zur Biografie unbekannt


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