Geschlechtsmerkmale, sekundäre

21. Mai 2017 G 0

Geschlechtsmerkmale, sekundäre (sex characteristics secondary), geschlechtsspezifische Charakteristika, die nicht unmittelbar mit der Fortpflanzung (primäre Geschlechtsmerkmale) im Zusammenhang stehen. Sie bilden sich unter Einfluss von Hormonen während der Pubertät heraus und sind ein Ausdruck der Geschlechtsreife.  Der Prozess verläuft bei den Jungen gegenüber den Mädchen verzögert, bei beiden Geschlechtern aber sehr individuell. →Frühentwicklung, →Spätentwickler, →x-Chromosom

Sie äußern sich beim männlichen Geschlecht durch folgende Merkmale:

  • Vergrößerung von Hoden und Penis sowie das Wachsen von Schamhaaren,
  • ersten Samenerguss (das Ejakulat enthält unter Umständen noch keine Samenzellen, sondern besteht hauptsächlich aus Prostatasekret)
  • Rasches Heranwachsen des Körpers zur endgültigen Größe. Die Schultern werden breiter als die Hüften, der Brustumfang nimmt zu, die Muskeln an Armen, Beinen und Schultern werden stärker und deutlich sichtbar.
  • In den Achselhöhlen – bei manchen Männern auch auf der Brust – beginnen Haare zu wachsen, besonders die Gesichtsbehaarung, die unrasiert einen Bart bildet.
  • Vergrößerung des Kehlkopfes (der „Adamsapfel“). Männer haben daher meist eine tiefere Stimme als Frauen…                                                                      

 Beim weiblichen Geschlecht verlaufen die körperlichen Veränderungen während der Pubertät in folgender Reihenfolge:

  • Zunächst vergrößern sich die Brüste.
  • Dann zeigen sich um die äußeren Schamlippen herum die ersten Haare, die zunächst glatt, später kraus sind. Die Schambehaarung bildet ein Dreieck, das nach unten zeigt.
  • Später wachsen auch in den Achselhöhlen Haare. Gleichzeitig vollzieht sich das abschließende Körperwachstum, die Hüften werden breiter als die Schultern. Fettgewebe um die Brüste, Schultern, Hüften und am Gesäß geben dem weiblichen Körper ein runderes Aussehen.
  • Die erste Menstruation (auch Menarche genannt) zeigt an, dass der Reifeprozess seiner Vollendung entgegengeht. Die Menstruationszyklen sind zunächst unregelmäßig, und es muss noch kein Eisprung stattfinden. Das bedeutet, dass ein Mädchen eine Zeitlang zwar menstruiert, aber noch weitgehend unfruchtbar sein kann.
  • Die Brüste haben am Ende der Pubertät ihre typische Form erreicht und stellen das auffälligste sekundäre weibliche Geschlechtsmerkmal dar. Sie können jedoch bis nach der ersten Schwangerschaft keine Milch produzieren (nach hu-berlin.de).

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