Kniegelenk

07. Juni 2017 K 0

Kniegelenk (knee-joint), als „Vermittler zwischen Hüftgelenk und Sprunggelenken“ (Tittel, 2003, S.192) das größte, komplizierteste und empfindlichste Gelenk des Menschen. Es kann im Gegensatz zu anderen Gelenken gegensätzliche Funktionen verrichten, von der Stabilisierung (Stand) bis zur Beugung des Beines und der Innen– wie Außenrotation des Unterschenkels dank der Freiheitsgrade durch drei Knochen und sechs Gelenkflächen. Der „Einbau“ einer Scheibe nach vorn (Patella), von zwei Menisken und ein fester Badapparat (Kreuzband und Seitenbänder) stabilisiert das zweiachsige Gelenk.

Knieverletzungen zählen zu den häufigsten Sportverletzungen, so z.B.

  • am inneren (medialen) Meniskus bei plötzlichen Körperdrehungen und feststehendem Fuß (Fußball)hier
  • am Kreuzband nach starken Rotationsbewegungen des Unterschenkels (Skilauf, Fußball)
  • am Seitenband als Folge seitlichen Abknickens des Beines bei gestrecktem Knie

Bei asymptomatischen jungen Eliteschwimmer wurden 69% MRT-Anomalien in den Kniegelenken gefunden. Diese hohe Prävalenz positiver bildgebender Befunde bei Schwimmern kann auf gutartige Veränderungen oder präklinische Läsionen zurückzuführen sein (Soder et al. 2012).  Sportschwimmen ist eigentlich ein verletzungsarmer Sport, bei dem Überlastungsschäden in Abhängigkeit von der Stillage häufiger als Akutverletzungen auftreten. Gerade die 200- bis 400-m-Brustlage ist eine verletzungsanfällige Distanz. Bei mehr als vier Trainingseinheiten pro Woche steigt das Risiko für Knie- und Rückenbeschwerden signifikant an. Ab 2200 Trainingsstunden häufen sich Schulter-, Hüft- und Kniebeschwerden erheblich (Knobloch et al. 2008). Schwimmerknie

„Eine schwere Knieverletzung ist für jeden Sportler, egal ob Profi oder Hobbysportler, eine lebensverändernde Erfahrung. Mit Hilfe moderner Operationstechniken kann das vordere Kreuzband zwar weitgehend wiederhergestellt werden, dennoch kann ein Kreuzbandriss aufgrund der Folgen von Begleitverletzungen oder einer persistierenden Instabilität des Kniegelenkes das Karriereende bedeuten. Verschiedene sportmedizinische Studien konnten zeigen, dass das Risiko, eine schwere Kniegelenksverletzung zu erleiden, durch spezielle Trainingsübungen verringert werden kann. Diese Trainingsübungen sollten in ein Aufwärmprogramm integriert werden.“ (Stoffels et al. 2017) Video: https://www.youtube.com/watch?v=PtEQHbL4ESc und  https://www.youtube.com/watch?v=8u5ytPbE1hE– Zugriff 26.11.2019

Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Kniegelenk – Zugriff 26.11.2019


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